Heinz-Josef Harnacke für weitere 4 Jahre zum 1. Vorsitzenden wiedergewählt

von Janne Hernandez Aragon

Schmallenberg. Die Wirtschaftsförderung Schmallenberg Unternehmen Zukunft e.V. (SUZ) blickte in der alljährlichen Mitgliederversammlung vor 58 teilnehmenden Personen im Romantik- und Wellnesshotel Deimann auf ein krisenreiches Geschäftsjahr zurück:

In seiner Einführungsansprache ging der 1. Vors Herr Heinz-Josef Harnacke auf die aktuelle wirtschaftliche Situation ein. Nach der Coronakrise haben uns mittlerweile größere Krisen erreicht. Durch den Ukrainekrieg und durch die damit verbundene Sanktionspolitik sowie die Null-Corona-Politik der Chinesen hat sich die Lieferkettenproblematik dramatisch verschärft. Hinzu kommen die steigende Inflationsrate und der Anstieg der Energiepreise, welche für viele Firmen existenzbedrohende Entwicklungen bedeutet. Herr Harnacke betont, dass Krisen aber auch Chancen bergen: „Die Energieknappheit löst eine Effizienzrevolution aus, wodurch neue nachhaltige Produkte entwickelt werden können“.

In den letzten 10 Jahren war die die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Schmallenberg sehr positiv. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten stieg um 30 % auf 10.819 an. Unter den drei stärksten Branchen zählen das verarbeitende Gewerbe, das Gesundheits- und das Baugewerbe. Das Gewerbesteueraufkommen hat eine Rekordhöhe von 15,5 Mio. € erreicht. Auch in Krisenzeiten ist die Stadt Schmallenberg schuldenfrei und kann auch für das kommende Jahr einen ausgeglichenen Haushalt aufweisen. Eine gute Voraussetzung, um die Rahmenbedingungen wie z.B. den Ausbau des Glasfasernetzes und die Schaffung von weiteren Gewerbeflächen für die Unternehmen zu verbessern.

Der 1. Vorsitzende gab einen kurzen Rückblick auf die erfolgreiche Arbeit im Verein Schmallenberg Unternehmen Zukunft e.V. In diesem Jahr wurden im Vorstand- und Beirat die Aufgabenbereiche in einem gemeinsamen Workshop unter der Moderation von Frau Christine Balkenhol überdacht und neu festgelegt. Zusätzlich wurde in Arbeitskreisen zu den Themen Standortmarketing, Nachhaltigkeit, Fachkräftemangel und Vernetzung Aufgabenfelder neu definiert.

Geschäftsführerin Katharina Behle-Suerbier blickte in ihrem Tätigkeitsbericht auf das Jahr 2021 trotz der noch anhaltenden Corona Pandemie positiv zurück: „Im Frühjahr 2021 konnten wieder mehr Unternehmensbesuche vor Ort durchgeführt werden. Bei all den Gesprächen war Corona ein zentraler Punkt sowie die Ungewissheit über den weiteren Verlauf. Hinzu kommt der zunehmende Fachkräftemangel, welcher die Situation nicht vereinfacht“. Durch die diverse Branchenstruktur hat der Wirtschaftsstandort Schmallenberg einen Vorteil zu den anderen Regionen. Katharina Behle-Suerbier betonte auch, dass das Jahr 2021 durch den Fachkräftemangel, finanzielle Sorgen und Unsicherheiten in der Nachfolgeregelung, auch für manche Branchen wie dem Einzelhandel und dem Tourismus ein schweres Jahr war. Der Internethandel hat zum Leidwesen des Einzelhandels in der Coronazeit weiter zugelegt. In der Tourismusbranche sind viele Mitarbeiter aufgrund des Lockdowns in andere Branchen gewechselt, sodass sich der Fachkräftemangel im Hotel- und Gaststättenbereich weiter verschärft hat, so Frau Behle-Suerbier. Nachdem die Corona-Auflagen gelockert wurden, entwickelte sich die wirtschaftliche Situation dieser Branchen positiver.  Mit einem Sondernewsletter und aktuellen Informationen auf der SUZ-Homepage konnten wir die Schmallenberg Unternehmen in dieser Zeit unterstützen.

Projektassistentin Janne Hernandez Aragon präsentierte den Aufgaben- und Projektplan für das Jahr 2022 ff.  Die klassischen Aufgaben wie Unternehmensbesuche und das Binnenmarketing, durch die SUZ-Veranstaltungen wie z.B die Unternehmensforen, werden fortgeführt. Das Außenmarketing für die Vermarktung des Wirtschaftsstandortes soll über die verschiedenen Sozialen Medien verstärkt erfolgen. Ein Fokus von SUZ liegt darin, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Neben den bisherigen Projekten Ausbildungsatlas, Jobbörse, Zusammenarbeit mit den Schulen, soll zukünftig die Ausbildungs- und Jobmesse jährlich stattfinden. Der nächste Termin ist der 27.10.-28.10.2023.

Das Thema Digitalisierung wird SUZ weiter vorantreiben.  Neu ist das Thema Nachhaltigkeit. Hier wird SUZ zukünftig das Thema Energiesicherung und Einsparung in den Aufgabenkatalog aufnehmen und durch Workshops und Vorträge die Unternehmen bei der Lösung der Energiesicherung und Einsparung unterstützen.

Das Schmallenberger Wirtschaftsgespräch findet am 01.12.2022 im Hotel Deimann statt. Als Referentin konnte Frau Dr. Burg zu dem Thema „Vucability“ -Motivation im Zeitalter der Digitalisierung- gewonnen werden.

In diesem Jahr standen Vorstands- und Beiratswahlen an. Herr Heinz Josef-Harnacke (Feldhaus Bauunternehmung) wurde zum 1. Vorsitzenden wiedergewählt. Als weiteres Vorstandsmitglied wurde Herr Dr. Nicholas Richter (FALKE KGaA) gewählt.

Die neuen bzw. wiedergewählten Beiratsmitglieder sind Bernd Lepping (Bernd Lepping Beteiligungsgesellschaft mbH), Markus Schrichten (Schrichten Kunststoffe), Christine Balkenhol (KompetenzSchmiede Sauerland), Stephan Ax (Fliesen Kalisch GmbH), Martin Schenk (Schenk Moden GmbH) und Tobias Richter (Richter Elektronik GmbH). Als weiterer Kassenprüfer wurde Rolf-Georg Meiller (MEILLER GmbH & Co. KG) gewählt.

Zum Ausklang des Abends referierte Rudolf Cater zum Thema „Energiesicherung und Energieeinsparung". In seinem Impulsvortrag erläuterte Herr Cater, wie die aus fossilen und regenerativen Energieträgern gewonnene Energie zurzeit die Verbraucher mit Strom und Gas versorgen. Bis 2050 will Deutschland die fossilen Energieträger auf 0 reduzieren um den Co2-Ausstoß zu senken. Diese Energiewende erfordert den Um- und Ausbau der Stromnetze zur Einspeisung der erneuerbaren Energien in das Verteilnetz und den gleichzeitigen Transport des regenerativ erzeugten Stroms zu den Verbraucherzentren.  Die Zeitschiene für die Umstellung ist eine große Herausforderung, die kaum einzuhalten ist. Die Zukunft der Energieversorgung für unsere Region wird im Wesentlichen die Elektroenergie sein, so Rudolf Cater.

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