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Im Rennen um die klugen Köpfe - Erstes Schmallenberger Wirtschaftsgespräch

Westfalenpost

Viele kennen das Problem: Familie und Beruf zu vereinbaren ist nicht einfach, sowohl in der Kinderbetreuung als auch bei der Pflege von Angehörigen. "Im Hinblick auf den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine zentrale Frage der Zukunft", sagt Sascha Dorday, Geschäftsführer von Schmallenberg Unternehmen Zukunft.

Da Schmallenberg als ländliche Region nicht von diesem Thema verschont bleibt, hat der Verein zum ersten Wirtschaftsgespräch mit dem Thema "Familienfreundlichkeit als Erfolgsfaktor" nach Grafschaft eingeladen. Rund 60 Teilnehmer folgten den Fachreferaten.

"Der Wettkampf um kluge Köpfe hat längst begonnen", waren sich der Vereinsvorsitzendende Heinz-Josef Harnacke, Landrat Dr. Karl Schneider und Bürgermeister Bernhard Halbe einig. Es gebe "kein Patentrezept bei Personalmaßnahmen", so Schneider. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie spiele jedoch zunehmend eine Rolle bei der Arbeitsplatzwahl. Dorday: "Laut Umfragen ist Familienfreundlichkeit teilweise wichtiger als das Gehalt." Es sei wichtig, für das Thema zu sensibilisieren, "weil wir Potenziale sehen, Lösungsansätze für jeden Betrieb zu finden".

In Schmallenberg gebe es bereits einige Ansätze, beispielsweise im Fraunhofer Institut oder im Fachkrankenhaus Koster Grafschaft. Auch die Stadt beschäftigt sich ganz praktisch mit der Umsetzung - sowohl in der Verwaltung als auch im Hinblick auf die Kinderbetreuung, führte Halbe aus. So gebe es inzwischen durch den Ausbau der U3-Betreuung, Ganztagsschulen und Nachmittagsbetreuung ein "umfassendes Angebot". Eine Schwierigkeit sei jedoch die Flächengröße.

Auf Interesse stieß auch der Vortrag von Sandra Waterkamp von der Wirtschaftsförderung- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt, die die Initiative "Betriebsplus Familie" vorstellte. Diese bündelt Informationen rund um das Thema Familienfreundlichkeit in Unternehmen, dient als zentraler Ansprechpartner vor Ort und veranstaltete auch einen Wettbewerb für Unternehmen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zuverbessern. "Vielleicht können wir so etwas auch mal bei uns machen", schlug Dorday vor.

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