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Funktion als Kümmerer und Lotse

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Schmallenberg. Die ersten 100 Tage als Geschäftsführer von "Schmallenberg Unternehmen Zukunft" liegen hinter Sascha Dorday. Wir sprachen mit dem 32-jährigen Diplom-Geographen über seine Erfahrungen und Eindrücke in der für ihn neuen Stadt und bei der Wirtschaft.
 
Wie lautet Ihr persönliches Resümee nach den ersten Monaten im Sauerland?

Sascha Dorday: Ich ziehe eine positive Bilanz über meine Aktivitäten der vergangenen Wochen. Mit Blick auf den Einzelhandel, die Unternehmen und vor allem die netten Menschen hier finde ich die vorliegenden Rahmenbedingungen so attraktiv, dass ich mit meiner Familie Ende des Monats nach Schmallenberg ziehen werde. Ich glaube, dass wir uns hier wohl fühlen werden. Ich bin angekommen.

Wie gefällt Ihnen die Arbeit bei „Schmallenberg Unternehmen Zukunft"?

Dorday: Die Besonderheit der Wirtschaftsförderung hier ist, dass es ein Verein ist, der das Ganze trägt, unterstützt von der Unternehmerschaft, den Banken und der Stadt. Das ist zum einen aus monetärer Sicht wichtig, aber auch das Engagement, es überhaupt zu tun, ist wichtig. Wir wollen die Vorzüge des Standorts nach innen und nach außen kommunizieren und dabei nicht nur vermitteln, sondern auch Potenziale heben und ausschöpfen.

Wie wollen Sie das in wirtschaftlich schwierigen Zeiten und mit Blick auf die Herausforderungen der Zukunft schaffen?

Dorday: Ganz klar, der demographische Wandel hält auch hier Einzug. Diesem Trend wollen wir aktiv begegnen, indem wir Unternehmen am Standort halten und attraktive Arbeitsplätze generieren. Die Zusammenarbeit mit der Stadt, die wir dabei einfordern müssen, funktioniert sehr gut.

Wie sieht Ihre Arbeit praktisch aus?

Dorday: In denvergangenen Wochen habe ich rund 70 Unternehmen besucht. Und es sind auch Folgebesuche geplant. Man freut sich, dass ein Interesse besteht und wir ins Gespräch zu kommen. Da werde ich meiner Funktion als Kümmerer und Lotse voll gerecht. Meine Hilfe wird gern in Anspruch genommen, ob zum Beispiel bei Unternehmenserweiterungen, Genehmigungsverfahren, Existenzgründungen oder Förderungen.

Wie weit ist das Engagement für die im Sommer angekündigte Dachmarke fortgeschritten?

Dorday: Mit dieser Dachmarke wollen wir dem Standort ein eigenes und klares Profil geben. Dazu laufen Gespräche mit vielen Akteuren auf diesem Feld. Das Thema ist sehr sensibel, aber wir kommen voran. Das Projekt ist jetzt in einer neuen Phase; aktuell steht an, eine Agentur mit der Markenbildung zu beauftragen. Es soll eine Marke geschaffen werden, mit der sich die Touristiker, die Wirtschaft und die ganze Stadt identifizieren kann. Um das zu erreichen, brauchen wir eine gemeinsame Basis.

Welche weiteren Projekte beschäftigen sie?

Dorday: Zurzeit erstellen wir eine Unternehmens-Datenbank, die auf unsere Internetpräsenz eingestellt wird. Diese Infromationen müssen mit Standortinformationen verknüpft werden. Auch das Internetangebot wollen wir verbessern, indem wir eine Datenbank für Gewerbeflächen und Gewerbeimmobilien erstellen. Damit sollen Informationen hinterlegt werden, auf die Externe zugreifen können. Es ist wichtig, dass man eine Übersicht über das Angebot am Standort bekommt, um ansiedlungsinteressierten Unternehmen professionelle Hilfestellung geben zu können.

Sechs neue Unternehmen sind dem Verein beigetreten, das sind 123 insgesamt. Was bieten Sie diesen Unternehmen vor Ort?

Dorday: In erster Linie gilt es, sich um die Unternehmen - ob Handwerker, Gewerbetreibende oder Fraunhofer-Institut - am Standort zu kümmern, um die Potenziale, die Unternehmen haben, zu nutzen und nach außen zu tragen. Im Rahmen der Bestandspflege bieten wir Hilfestellungen bei betrieblichen Fragestellungen an und wollen aktiv Kooperationen fördern, um die regionale Wertschöpfung zu verbessern. Nach den ersten Monaten denke ich, wir sind auf einem guten Weg.

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