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Für heimische Fachkräfte

Sauerlandkurier

Die demo­gra­fi­sche Entwick­lung, die voraus­sagt, dass immer mehr junge Menschen die Region verlassen werden, veran­lasst die Städte und Gemeinden, Hand­lungs­s­tra­te­gien zu erar­beiten. Für heimi­sche Betriebe ist es immer schwie­riger, quali­fi­zierte Auszu­bil­dende zu finden. Gemeinsam haben sich nun die Stadt Schmal­len­berg und die Wirt­schafts­för­de­rung Schmal­len­berg "Unter­nehmen Zukunft" das Ziel gesetzt, junge und moti­vierte Arbeits­kräfte von morgen an die Region zu binden.

Ein wichtiger Handlungsansatz ist die Ausbildung der Fachkräfte in der Region. Bürgermeister Bernhard Halbe, Unternehmen-Zukunft-Geschäftsführer Sascha Dorday und Vorsitzender Heinz-Josef Harnacke stellten ihre Pläne am Donnerstag vor. Um die regionale Ausbildungssituation aufzuzeigen und die Erwartungen der Unternehmen und der Schulabgänger darzustellen, führen die Initiatoren eine umfangreiche Befragung durch. Bereits Anfang Juli wurden die letzten Jahrgangsstufen aller Schulen des Stadtgebietes befragt.

"Vielen ist gar nicht klar, welche Betriebe überhaupt ausbilden und welche Berufsmöglichkeiten es gibt", so Dorday. In einem nächsten Schritt werden rund 700 Unternehmen angeschrieben. Das Ziel: eine aktuelle Übersicht über die Art und die Anzahl der Ausbildungsplätze zu erhalten. "Damit möchten wir eine Sensibilisierung herbeiführen. Man könnte auch Unternehmen erreichen, die noch nicht ausbilden und ihnen Möglichkeiten aufzeigen", so Dorday weiter.

Die Ergebnisse der Umfrage dienen als wichtige Grundlage für die Umsetzung zielgerichteter Handlungsstrategien, wie zum Beispiel dem Aufbau einer regionalen Ausbildungsplattform/-atlas und der Gründung eines Arbeitskreises Wirtschaft-Schule.

"Der Fachkräftemangel im Handwerk wird schon ab 2015 einsetzen. Spätestens dann beginnt der Kampf um junge, gut ausgebildete Leute", so Harnacke. "Der Atlas bietet die notwendige Bündelung, um eine höhere Transparenz im Ausbildungsmarkt zu schaffen. Die Bereitschaft der Schulen, an diesem Projekt mitzuarbeiten ist sehr groß", freute sich Halbe. Wichtig ist den Initiatoren darauf aufmerksam zu machen, dass dies keine Ausbildungsbörse ist, sondern eine Plattform mit aktuellen Daten. Es ist eine Ergänzung zu bestehenden Angeboten. Für die Unternehmensumfrage, die auch unter [www.schmallenberg-unternehmen-zukunft.de] durchgeführt werden kann, werden alle Betriebe der Region aufgerufen. Die Rückläufe werden bis 15. August erwartet.

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