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Auswertung der Umfrage "Fachkräfte & Wohnen"

Auf Anregung der Siedlungs- und Baugenossenschaft Meschede eG (SBG) hat SUZ durch eine Befragung aller Mitglieder im August 2019 ermittelt, welche Wohnstrukturen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer künftig benötigt werden und wo zur Unterstützung der Fachkräftesicherung der Wohnbedarf liegt.

Durch die Ergebnisse soll eine zukunftsfähige Planung möglich sein, um die heimischen Betriebe bei der Zurverfügungstellung von Wohnraum für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unterstützen und so gemeinsam dem Thema Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Bei dem Bedarf nach Wohnraum sind drei unterschiedliche Modelle vorgestellt worden:

Modell A: Auszubildende, Praktikanten, Pendler, Berufsanfänger

Modell B: Spezialisten, Führungskräfte und deren Partner/Familien, „Young Professionals“

Modell C: externe Dienstleister wie Berater, Projektbeteiligte, etc.

  • für Modell A: kleine Wohneinheiten (max. ca. 50 m²), günstige Lage, teil-/möbliert, eventuell mehrere Wohneinheiten zusammengefasst mit Gemeinschaftseinrichtungen (Aufenthalt, Freizeitaktivitäten, etc.)
  • für Modell B: temporäres Wohnen als Single oder mit Partner, um den Arbeitgeber, die Umgebung und den zukünftigen Wohnort kennenzulernen. Wohneinheiten in unterschiedlicher Größenordnung, möbliert, Angebot differenzierter Dienstleistungen „rund um die Wohnung“, Ausstattung, Lage und Architektur „ansprechend bis gut“. Ziel: Die Akklimatisierung, beruflich wie privat, in der neuen Umgebung in einem Übergangsstatus zu unterstützen, um dann den Übergang in einen endgültigen Status zu erleichtern.
  • für Modell C: temporäres Wohnen in kleineren Wohneinheiten voll möbliert, Möglichkeiten für „Open Spaces“ und Lounge für Kommunikation, Full-Services
Anzahl angeschriebener Probanden: 216
Teilnehmer: 53
Rücksendequote: 24,54%

Die Ergebnisse in Kürze:

  • 40% der Probanden sehen einen Bedarf an Wohnraum, 60% hingegen sehen keinen Bedarf.
  • Bei der Frage, wo der Wohnraum benötigt wird, gehen die Meinungen stark auseinander: 16 Probanden haben gesagt, dass in der Kernstadt weitere Wohnungen geschaffen werden sollen. Aber auch die direkte Umgebung von Schmallenberg konkret die Ortsteile Bad Fredeburg, Gleidorf, Grafschaft und Fleckenberg, sollten weiteren Wohnraum bieten. Von den Probanden wird der zu schaffende Wohnraum dabei in dem Ort präferiert, wo auch das Unternehmen ansässig ist.
  • Bei der Art von Wohnraum präferieren 49% der Probanden die kleinen Wohneinheiten für Auszubildende, Praktikanten, Pendler, Berufsanfänger (Modell A). 35% sehen den Bedarf nach Wohnungen für Spezialisten, Führungskräfte und deren Partner/ Familie, „Young Professionals“ (Modell B). Das Modell C für externe Dienstleister wie Berater, Projektbeteiligte, etc., wird von 16% als notwendig angesehen.
  • Bei 72% der Probanden besteht kein Interesse an der konzeptionellen Entwicklung eines gemeinsamen Wohnprojektes zwischen Wirtschaft und Wohnungsanbietern/ Projektentwicklern. Nur 24% haben an der konzeptionellen Entwicklung eines gemeinsamen Projektes Interesse.
  • Die Absicherung durch ein Belegungsrecht lehnen 89% der Probanden ab. Nur 7% würden ein solches Belegungsrecht wählen. Davon 50% durch eine direkt andauernde Anmietung durch das Unternehmen, 33% durch Übernahme /Absicherung bei Mietausfallwagnis und 17% präferieren den Investitionszuschuss oder ein zinsgünstiges Darlehen.

Die detaillierten Ergebnisse finden Sie hier.

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