SUZ-Wirtschaftsgespräch mit Prof. Karl-Rudolf Korte und Christopher Dröge
von Janne Urban Hernandez
"Mut statt Angst - Wie Politik und Wirtschaft die Krise meistern können"
Über den Mut, zuzumuten und umzusetzen - SUZ-Wirtschaftsgespräch mit Karl-Rudolf Korte und Christopher Dröge
Schmallenberg, 10.03.2026 - Mut statt Angst - Wie Politik und Wirtschaft die Krise meistern können: Zu diesem Thema hat Schmallenberg Unternehmen Zukunft e.V. (SUZ) jetzt zum Wirtschaftsgespräch nach Schmallenberg-Winkhausen ins Hotel Deimann eingeladen. Der SUZ-Vorsitzende Heinz-Josef Harnacke eröffnete die Veranstaltung mit einem kritischen Blick auf die aktuellen weltpolitischen Krisen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und schlug damit den Bogen zum Thema des Abends, dem Umgang mit Krisen und Zumutungen.
Christopher Dröge, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Factory Evolution GmbH in Stuttgart, die auf Lean Management spezialisiert ist und Unternehmen bei der Optimierung von Führungs- und Produktionssystemen berät, beleuchtete das Thema in seinem Impuls aus der Perspektive der Wirtschaft. Seine Empfehlung an Unternehmen: Ins Machen kommen, Strategien formulieren und konkret werden in der Umsetzung. Das bedeutet aus seiner Sicht auch schon einmal, Dinge auf den Kopf zu stellen, Bekanntes aus neuer Perspektive zu beleuchten und im Sinne der Wertschöpfung Prozesse umzustellen und neu zu organisieren.
Professor Karl Rudolf Korte, unter anderem Direktor Emeritus der NRW School of Governance und als ausgewiesener Kenner der deutschen Parteienlandschaft immer wieder gefragter Gesprächspartner in den Medien, wenn es darum geht, Wahlergebnisse und bundespolitische Entwicklungen einzuordnen, widmete seinen Impuls dem "Zumutungsmut", den Politiker haben müssen, um Reformen und Veränderungen anzugehen. In vielen Beispielen vom Berliner politischen Parkett veranschaulichte er, wie sehr Demokratie von der Auseinandersetzung lebt. Zumutungsmut für Politiker bedeutet in seinen Augen, auch schwierige Maßnahmen und Veränderungen anzugehen, gleichzeitig aber den Bürgern Zuversicht und konkrete Konzepte zu vermitteln - genau das Gegenteil populistischen Handels, das auf kurzfristige Zustimmung angelegt ist. Die Politik muss aus seiner Sicht diesen Mut aufbringen, auch unpopuläre Themen anzufassen, wenn sie langfristig das Vertrauen in den Staat sichern will. Sein weiteres Fazit mit Blick auf die Zuhörer: Gerade in der Krise es umso wichtiger als Bürger und Wähler. aktiv zu bleiben, am politischen Prozess teilzunehmen und die Demokratie mit Leben zu erfüllen, um dem Populismus den Boden zu entziehen.
Im anschließenden Austausch mit den Zuhörern wurden die geschilderten Lösungsansätze und Impulse lebhaft weiter diskutiert. Die Gespräche setzten sich auch beim anschließenden Get Together der fast 80 Gäste mit den Referenten fort.