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So kommen Sie an die „Fachkräfte von morgen“

Zugewanderte erfolgreich integrieren – dabei helfen die vom Bundestag beschlossenen Gesetze zur Fachkräfteeinwanderung und -duldung. Und damit die Betriebe wissen, was darin steht, fand im bbz Arnsberg eine Infoveranstaltung mit Podiumsdiskussion statt. Die Handwerkskammer Südwestfalen und das „NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ (NUiF) sorgten im aktiven Austausch mit knapp 40 Gästen für Lösungsansätze.

„Es ist ein Start!“

Nach einer offiziellen Begrüßung durch den stellvertretenden Hauptgeschäftsführer der Kammer und bbz-Leiter Christoph Dolle, sorgte Constantin Bräunig vom NUiF für Input zum neuen Gesetz. „Das landläufig genannte Migrationspaket umfasst neun Gesetzesverfahren. Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz ermöglicht es Menschen ohne Studienabschluss in Deutschland erwerbstätig zu sein.“ Auch wenn die Umsetzung an einigen Stellen noch Zeit in Anspruch nimmt, machte der Experte deutlich: „Die Gesetze sind ein Start!“

Durch die Podiumsdiskussion und anschließende Fragerunde führte Moderatorin Sarah Kehne, ebenfalls vom NUiF. Mit dabei waren neben Constantin Bräunig auch Andreas Goesmann (Teamleiter Integrationsberatung und Koordinator Asyl/ Flucht/ Migration, Agentur für Arbeit Meschede-Soest) und R.-Thomas Schneider (Amtsleiter öffentliche Sicherheit und Ordnung Kreis Siegen-Wittgenstein). Zusammen stellten sie sich der Frage: Was bringen die neuen Gesetze? „Unsere Aufgabe besteht darin, den Menschen hier eine Perspektive zu bieten und diese Gesetze sind eine Hilfe“, verdeutlichte Schneider die Situation.

„Offen sein für den Menschen“

Natürlich kamen auch die Handwerker aus der Region zu Wort und beantworteten die Frage: „Wie kann die Integration im Arbeitsalltag gelingen?“ Mit dabei waren Ralf Schawag von der Schawag GmbH aus Plettenberg zusammen mit Azubi Ahmad Almasri sowie Katja und Ansgar Krell (Zimmerei Ansgar Krell, Schmallenberg) mit Azubi Ferdinand Osazuwa. Die deutsche Sprache ist die erste große Herausforderung und insbesondere natürlich die Fachbegriffe. Aber da helfen zum einen Bildwörterbücher und die gezielte Sprachförderung im bbz Arnsberg. „Als Ferdinand aus dem bbz wiederkam, fiel sofort auf, dass seine Sprache besser geworden ist“, verriet Katja Krell.

An Motivation fehlt es den beiden Zugewanderten in jedem Fall nicht. Almasri berichtete stolz von seinen ersten Klassenarbeiten, in denen er eine Eins geschrieben hat und Osazuwa fasste seinen Entschluss für eine Ausbildung so zusammen: „Ich denke nicht an heute, ich denke an meine Zukunft!“ Schawags Tipp zur Integration von Zugewanderten: „Offen sein für den Menschen, der da kommt.“

Betriebslotsin Uta Biallas und Willkommenslotse Udo Linnenbrink verdeutlichten zum Abschluss der Veranstaltung ihre Arbeit. Uta Biallas unterstützt Handwerksbetriebe bei den Verfahren zur beruflichen Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen. Udo Linnenbrink, Organisator des Erfahrungsaustauschs, sprach eine Einladung an alle Arbeitsmarktakteure aus, sich den erforderlichen Aufgaben gemeinsam zu stellen und freute sich über eine „insgesamt gelungene Veranstaltung mit aktiver Beteiligung“.  Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) unterstützt im Rahmen des Programms „Passgenaue Besetzung“ mit dem bundesweiten Projekt der „Willkommenslotsen“ Unternehmen bei der Besetzung von offenen Ausbildungs- und Arbeitsstellen mit Flüchtlingen sowie bei der Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen.

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