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Rund 80 Besucher kamen zum 4. Schmallenberger Wirtschaftsgespräch ins Landhotel Gasthof Schütte nach Oberkirchen

Denkanstöße für Unternehmen geben und über aktuelle Wirtschaftsthemen informieren, unter dieser Philosophie steht das jährlich stattfindende Wirtschaftsgespräch von SUZ. Auch dieses Jahr hatte die Wirtschaftsförderung wieder ein hochaktuelles Thema für das 4. Schmallenberger Wirtschaftsgespräch ausgesucht, „Betriebliches Gesundheitsmanagement – Gesundheit der Mitarbeiter als Erfolgsfaktor für Unternehmen.“

In seinen einleitenden Worten brachte der Vereinsvorsitzende von SUZ, Heinz-Josef Harnacke, die Potenziale für Unternehmen auf den Punkt: „Das Betriebliche Gesundheitsmanagement kann als wirksames Instrument eingesetzt werden, um die krankheitsbedingten Kosten zu senken und die Produktivität zu fördern. Jeder in Gesundheit investierte Euro bringt eine Kapitalrendite zwischen fünf und 16 Euro – je nach Umfang der betrieblichen Präventionsmaßnahmen.“

Hochkarätige Referenten aus Wissenschaft, Medizin und Wirtschaft prägten den weiteren Verlauf des Abendprogramms im Landhotel Gasthof Schütte in Oberkirchen.

Im ersten Expertenvortrag zeigte Frau Dr. Uta Walter, Geschäftsführerin Betriebliches Gesundheitsmanagement am Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Bielefeld, auf, dass es klar definierter Strukturen und Prozesse bedarf, um das Betriebliche Gesundheitsmanagement systematisch aufzubauen und in die betrieblichen Routinen zu integrieren. Sie beleuchtete bewährte Standards und präsentierte ein erfolgreiches Beispiel aus dem Mittelstand. Frau Dr. Walters Fazit und Appell an die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer lautete: „Eine neue Kultur der Achtsamkeit für Gesundheit ist die Voraussetzung für mehr Leistungsfähigkeit, Engagement und verbesserte Betriebsergebnisse. Der Weg dahin ist der Aufbau eines leistungsfähigen Betrieblichen Gesundheitsmanagements.“

Dr. med. Jens Schneider, Chefarzt an der Fachklinik Hochsauerland, ging unter dem Vortragstitel „Wenn Mitarbeiter sich verändern“ auf medizinische Gesichtspunkte, unter anderem auf das Burn-Out-Syndrom ein. Dabei regte er die anwesenden 75 Unternehmerinnen und Unternehmer zum Nachdenken an, inwiefern sie selbst aktuell auf verändertes bzw. auffälliges Verhalten von Mitarbeitern reagieren. Er appellierte an die Fürsorgepflicht, denn „Wegschauen ist keine Lösung!“.

Abschließend referierte der Dipl.-Ing. Christian Walzel, Geschäftsführender Gesellschafter ARQUS Ingenieurbüro GmbH & Co. KG aus Westfeld, über die Rolle des Betriebsarztes und wie man als Unternehmer einen Arbeitsmediziner findet. Neben seinen Aufgaben im Arbeitsschutz und bei der Unfallvorsorge ist der Betriebsarzt auch vielfach der erste Ansprechpartner bei der betrieblichen Gesundheitsvorsorge.

Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch und zum Gespräch mit den Referenten hatten die Unternehmer beim anschließenden Abendbuffet. Der Tenor der Referenten und Teilnehmer am Ende des Abends lautete: Viele Stressfaktoren sind hausgemacht, z.B. schlechte Organisation im Betrieb, negatives Verhalten der Vorgesetzten, fehlende Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern oder mangelnde Kommunikation. Daher gilt es in unserer alternden Gesellschaft, achtsam mit den Menschen umzugehen, damit Mitarbeiter länger gesund bleiben.

 

 

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