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Impressionen vom 9. Schmallenberger Wirtschaftsgespräch

Die Wirtschaftsförderung Schmallenberg Unternehmen Zukunft e.V. (SUZ) widmete sich beim 9. Schmallenberger Wirtschaftsgespräch dem Thema „Werte schaffen Wert – Werteorientierte Unternehmensführung“. Im Landhotel Gasthof Schütte in Schmallenberg-Oberkirchen konnte der SUZ-Vorsitzende Heinz-Josef Harnacke 95 Unternehmer begrüßen.

In seinem Einführungsvortrag ging Herr Harnacke auf die Unterschiede zwischen der traditionell gewinnorientierten Unternehmensführung und der werteorientierten Unternehmensführung ein. Er stellte heraus, wie wichtig es ist, dass Unternehmen konkrete Werte verfolgen und sich die Mitarbeiter mit diesen Unternehmenswerten identifizieren. Die Wertschätzung den Mitarbeitern gegenüber sei dabei das Wichtigste.

Abt em. Stephan Schröer von der Benediktinerabtei Königsmünster aus Meschede berichtete über die Werte des Heiligen Benedikts. Im Kern der Benediktsregel seien drei Werte: Gehorsam, Demut und die Gabe der Unterscheidung niedergeschrieben. In dem Wort Gehorsam stecke das Wort horchen – man solle aktiv Zuhören. Wer ein Unternehmen führe, müsse zuerst fragen, und er müsse zuhören wollen. Das alles hänge mit dem Grundsatz der Demut zusammen – so sollten Führungskräfte keinesfalls nach dem Motto handeln: „Nur ich habe Erfolg und gute Ideen“, vielmehr sollten sie sich etwas zurücknehmen und bereit sein zuzuhören. In der Ordensregel des Heiligen Benedikt sei ein 3-Schritt beschrieben: Hören – Annehmen – Tun. Das Wichtigste stecke im Annehmen und sei daher keine einfache Aufgabe für Führungskräfte. Das Gleiche gelte aber auch für die Mitarbeiter. Daher sollten in den Unternehmen die ethischen Werte den ökonomischen Werten vorangestellt und diese Werte als Leitbilder für das Handeln gesehen werden. Den Mitarbeitern sollte dabei das Recht auf Freiheit, Würde und Achtung entgegengebracht werden. Als Führungskraft sollte man dienen – dem Unternehmen und jedem einzelnen Mitarbeiter gegenüber, damit diese ihren Zweck erfüllen können. Bei unternehmerischen Entscheidungen sei es wichtig, sich die Entscheidung genau durch den Kopf gehen zu lassen und dabei gelegentlich zur Stille zu kommen. Abt em. Stephan Schröer stellte zum Abschluss seines Vortrags die christlichen 10 Gebote als eine Einladung zum Leben heraus.

Im Anschlussvortrag lobte der Unternehmensberater Andree Brüning von der anders.beraten GmbH aus Aachen die Strukturen im Sauerland. Hier seien die Menschen untereinander bekannt und man könne im Vergleich zu den Ballungszentren beruhigter und in Vertrautheit Geschäfte abschließen. Dies zeichne die Region aus. Der Austausch und die Vernetzung untereinander seien dabei entscheidend. Brüning entwickelte aus den christlichen 10 Geboten 10 Gebote für Unternehmer, die er den anwesenden Unternehmern mit auf den Weg gab. Er beendete seinen Vortrag mit dem Hinweis, dass alles, was in einem Unternehmen verändert werden soll, innerhalb von 72 Stunden umgesetzt werden solle und konnte so die Unternehmer über das eigene Verhalten zum Nachdenken anregen.

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