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Impressionen vom 16. Unternehmerforum

Im Jahr 1920 haben die Menschen Wegstrecken von ca. 20 Kilometern am Tag zurückgelegt. Heute geht man davon aus, dass Menschen am Tag nur im Schnitt 400 bis 1.600 Meter laufen. Daraus resultieren Muskelabschwächungen und -verkürzungen, die wiederum dazu führen, dass viele Zivilisationskrankheiten emporkommen. Grund genug für die Wirtschaftsförderung Schmallenberg Unternehmen Zukunft e.V. (SUZ), zusammen mit ihrem Mitglied, der Physio-Praxis Rauschen aus Bad Fredeburg, zum 16. SUZ-Unternehmerforum zum Thema „Wie halte ich meine Mitarbeiter fit?“ einzuladen.

„Die Wichtigkeit für die Schmallenberger Unternehmen zeigt sich durch die 30 SUZ-Mitglieder, die unserer sportlichen Einladung heute gefolgt sind“, so SUZ-Geschäftsführerin Annabel Hansen „wir freuen uns, dass unsere SUZ-Unternehmerforen mit aktuellen Themen so gut besucht werden.“

Herr Rauschen, Inhaber der Physio-Praxis Rauschen schöpft sein Wissen aus seiner 27-jährigen Erfahrung als Physiotherapeut. In seinem Vortrag ging er auf das betriebliche Gesundheitsmanagement und dessen positive Nebeneffekte ein. Nicht gern gesehen von Arbeitgebern sind Krankheitstage von Arbeitnehmern. Laut einer AOK-Studie aus dem Jahr 2018 fehlt jeder Arbeitnehmer wegen einer ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung im Jahr durchschnittlich 12,1 Tage. Ist der Mitarbeiter zufrieden, verringert sich diese Zahl auf 9,4 Tage. Ist er aber unzufrieden, dann erhöht sich die Zahl an Fehltagen auf 19,6. „Ohne die Schaffung von besseren Rahmenbedingungen im Unternehmen wird die Anzahl der Krankheitstage in den nächsten zehn Jahren um ungefähr zehn Prozent ansteigen. Es besteht sofortiger Handlungsbedarf.“, so Rauschen. Bessere Rahmenbedingungen können auch in kleinen Unternehmen, z.B. durch einen frischen Obstkorb, Gratis-Wasser, Kooperationen mit Fitness-Studios oder flexible Arbeitszeiten geschaffen werden. Ein Ruheraum oder ein Gesundheitszirkel im Pausenraum sind dabei Maßnahmen, welche eher in größeren Unternehmen realisiert werden können. Für Unternehmen ist die betriebliche Gesundheitsförderung bis 500€ je Arbeitnehmer jährlich sogar steuerfrei. „Durch eine Förderung der Mitarbeiter kann es gelingen, diese an den Betrieb zu binden und dafür zu sorgen, dass die Mitarbeiter weniger Fehlzeiten durch vorhandene Fitness aufweisen.“, so Rauschen als Denkanstoß zum Abschluss.

Die zweite Referentin, Ulla Wilmers, Gesellschafterin der BKV Makler GmbH, ging im Anschluss auf ein Konzept ein, wie Arbeitgeber die Förderung der Gesundheit von Arbeitnehmern über die gesetzlichen Krankenkassenleistungen hinaus unterstützen und finanzieren können. Hierdurch wird die Mitarbeiterbindung gestärkt und durch die verbesserte medizinische Versorgung können die Krankenausfalltage ebenfalls reduziert werden.

Das 16. SUZ-Unternehmerforum endete mit einem gemeinsamen Austausch und dem Testen der eigenen Fitness an den Geräten der Physio-Praxis Rauschen.

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