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Impressionen des 8. Schmallenberger Wirtschaftsgesprächs

Die Wirtschaftsförderung Schmallenberg Unternehmen Zukunft e.V. (SUZ) widmete sich beim 8. Schmallenberger Wirtschaftsgespräch den Veränderungsprozessen in Unternehmen mit dem Thema „Alles ändert sich und bleibt anders“. Im Romantik- und Wellnesshotel Deimann in Schmallenberg-Winkhausen konnte der SUZ-Vorsitzende Heinz-Josef Harnacke ca. 70 Unternehmer begrüßen.

In seinem Einführungsvortrag zeigte Herr Harnacke auf, dass heute die Unternehmen einem schnelllebigen Wandel unterliegen, sei es durch die Umsetzung neuer Strategien, Veränderung von Strukturen und Prozessen wie z.B. Digitalisierung und die Umsetzung von Industrie 4.0. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sind die Unternehmen ständig gefordert, Veränderungsprozesse im Unternehmen durchzuführen. Oft spielen Ängste der Mitarbeiter vor Veränderungen eine große Rolle, denn sie befürchten teilweise den neuen Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein und somit den Job zu verlieren.

Professor  Dr. Ralf Lanwehr von der Fachhochschule Meschede zeigte Wege auf, wie man Mitarbeiter für Veränderungen gewinnen kann, indem man durch gute Kommunikation die Mitarbeiter in den Veränderungsprozess mit einbindet. In den Unternehmen ist es erforderlich, eine ausgewogene Balance zwischen Flexibilität und dem notwendigen Maß an Stabilität herzustellen. Den Führungskräften in den Unternehmen kommt hierbei eine bedeutende Rolle zu. Sie sollen die Mitarbeiter fördern und Werte vorleben, dabei zudem Veränderungen vorantreiben und wirtschaftliche Ergebnisse liefern.

Die Unternehmensberaterin Maria Wirtz von der TMS Unternehmensberatung aus Köln unterschied bei ihrer Präsentation zur Unternehmensnachfolge drei verschiedene Situationen: Das Unternehmen kann familienintern, durch einen Mitarbeiter oder durch eine externe Unternehmensnachfolge weitergeführt werden. Treten Kinder in die Fußstapfen ihrer Eltern,  zählt vor allem Transparenz. Familie und geschäftliche Interessen dürfen nicht miteinander vermischt werden. Von 100 Unternehmen mit familieninterner Nachfolge kommen 67 % in die zweite Generation, 27 % in die dritte Generation und nur 6 % werden in vierter Generation weitergeführt. Bei einer Unternehmensnachfolge durch einen Mitarbeiter sind diesem das Unternehmen und die Mitarbeitern bekannt, sodass Strategien und Ziele fortgeführt werden können. Findet sich kein familien- oder unternehmensinterner Nachfolger, ist auch der Verkauf an Externe möglich. Eine frühzeitige Planung gibt dem Unternehmer die Möglichkeit, sich neben allen wirtschaftlichen Abläufen auch emotional auf diese Veränderung einzustellen.

Die Schmallenberger Richter Elektronik GmbH hat den Generationenwechsel bereits erfolgreich gemeistert. Geschäftsführer Tobias Richter, der das Unternehmen seit dem 31. Januar 2017 leitet, beschrieb in einem persönlichen Erfahrungsbericht den Nachfolgeprozess der letzten sechs Jahre. Seit seinem Eintritt in das Unternehmen am 1. Juli 2011 mussten dabei auch immer wieder Hürden überwunden werden. Durch beiderseitiges Vertrauen, Respekt vor den Stärken des Anderen und eine stetige Übernahme an Verantwortung  konnte die Unternehmensnachfolge gemeinsam erfolgreich erreicht werden.

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