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1. Schmallenberger Wirtschaftsgespräch - Familienfreundlichkeit muss sein

Vor dem Hintergrund einer negativen Bevölkerungsentwicklung und einer sich verschärfenden Fachkräfteproblematik in der Region ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein entscheidender Wettbewerbsfaktor bei der Gewinnung und Bindung von Fachkräften. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, insbesondere mit Kindern und zunehmend auch mit pflegebedürftigen Angehörigen sind individuelle Maßnahmen zu entwickeln, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gewährleisten. Auch Schmallenberg stellt sich diesem Zukunftsthema.

Die Wirtschaftsförderung Schmallenberg Unternehmen Zukunft e.V. hatte am Donnerstagabend, dem 02. Dezember 2010, nach Grafschaft zum ersten Wirtschaftsgespräch unter dem Motto „Familienfreundlichkeit als Erfolgsfaktor“ eingeladen. Über 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Einladung gefolgt.

„Wir müssen dem Problem der demografischen Entwicklung und des Fachkräftemangels begegnen. Die Zeiten, in denen Arbeitgeber sich ihre Mitarbeiter aus einer Vielzahl von Bewerbern aussuchen konnten, gehen zu Ende“, so einleitend Vorstandsvorsitzender von Schmallenberg Unternehmen Zukunft e.V. Heinz-Josef Harnacke.

Diese Entwicklungen sind „nicht zu beklagen, sondern wir müssen gezielt handeln, um zukünftig Wettbewerbsfähig zu bleiben“, so Landrat Dr. Karl Schneider, der zu den Herausforderungen des demografischen Wandels im HSK referierte. Zum Umgang mit dem Thema Familienfreundlichkeit in Schmallenberg und innerhalb der Stadtverwaltung erläuterte Bürgermeister Bernhard Halbe aktuelle wie zukünftige Handlungsmaßnahmen in der Stadt und verdeutlichte die Notwendigkeit einer familienorientierten Kommunalpolitik.
    
Dr. Schäfers vom Fraunhofer Institut zeigte praxisnah auf, dass sich Familienfreundlichkeit im Unternehmen rechnet: „Seitdem unser Institut familienfreundliche Maßnahmen im Rahmen des audit berufundfamilie umgesetzt hat, ist unter den Mitarbeitern eine ‘kooperative Verantwortungskultur` gewachsen“, so Dr. Schäfers.

Abschließend stellte Frau Sandra Waterkamp von der Wirtschaftsförderung des Kreises Steinfurt die Initiative „Betriebsplus Familie“ vor, mit der Initiative wird ein themenbezogener Austausch zwischen den Unternehmen ermöglicht. Betriebe werden durch den gleichnamigen Wettbewerb motiviert, Ideen und Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie im betrieblichen Alltag zu entwickeln und umzusetzen. „Familienfreundlichkeit muss sein, um konkurrenzfähig zu bleiben. Dabei handelt es sich aber immer um ein Geben und Nehmen“, so Waterkamp.

Einstimmig war die Meinung der Referenten und Teilnehmer am Ende des Abends: für die Umsetzung familienfreundlicher Maßnahmen gibt es keine Patentrezepte, sondern es sind immer unter den gegebenen Voraussetzungen individuelle Lösungsansätze zu entwickeln.

„Auch die Wirtschaftsförderung Schmallenberg wird über das Thema künftig gezielt informieren, um die Unternehmen vor Ort weiterhin zu sensibilisieren und bereits vorhandene Ansätze aus den Betrieben heraus zu kommunizieren“, so Geschäftsführer Sascha Dorday.


Präsentationen der Referenten

- Familienfreundlichkeit - unternehmerische Umsetzung am Fraunhofer - IME Schmallenberg (Dr. Christoph Schäfers)

- "Betriebsplus Familie" - Eine Inititative für den Kreis Steinfurt (Sandra Waterkamp)

- audit berufundfamilie ... Lösungsansätze familienbewusster Personalpolitik in betrieblicher Praxis (Anke Schickentanz-Dey)

Warum es sich lohnt, familienfreundliche Maßnahmen im Unternehmen zu integrieren und welche Personalmaßnahmen effizient sind, erfahren Sie auf unserer >>>Spezialseite zum Thema Familienfreundlichkeit.

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