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Herausfinden, wo der Schuh drückt

Kooperation bringt Erfolg: Dieser Maxime folgen im Schmallenberger Sauerland und in der Ferienregion Eslohe schon seit vielen Jahren zahlreiche Betriebe. Beispielsweise in Form erfolgreicher Marketing- und Vertriebskooperationen. Dass auch von einer gemeinsamen Zusammenarbeit zweier Kommunen im Gebiet Tourismus beide profitieren, zeigen Schmallenberg und Eslohe anhand kontinuirlich steigender Übernachtungszahlen ebenso. Nun gilt es ein weiteres , für den Fortbestand des qualitativ hochwertigen Tourismus so wichtiges Thema gemeinsam anzugehen: Nämlich die Gewinnung und Bindung gut ausgebildeter Fachkräfte in den Bereichen Hotellerie und Gastronomie. Die Zufriedenheit der Gäste, bei aller landschaftlichen Besonderheit und bei allem kulturellem und Freizeitangebot vor Ort, steht und fällt mit dem Service im Betrieb. Dass es zunehmend schwierig ist für Hotels und Gasthöfe, ausreichend qualifizierte Fachkräfte zu finden, ist bekannt und kein Phänomen nur dieser Branche.

Projekt-Netzwerk

Aktiv gegensteuern, heißt es nun in den Reihen der Gastronomen, und gemeinsame Maßnahmen entwickeln, die beispielsweise eine optimale Ausbildung garantieren, die den vorhandenen Fachkräften Weiterbildung ermöglichen, besondere Wertschätzung und Angebote bieten, und natürlich Nachwuchs generieren können, sei es aus der Region oder auch überregional. Zu diesem Zweck hat sich, unter der Federführung des Verkehrsvereins Schmallenberger Sauerland Tourismus als Projektträger und unter dem Dach des Schmallenberger Sauerland Tourismus ein Netzwerk gebildet, das das Vorhaben unterstützen wird. Zu diesen Projektpartnern gehören die Stadt Schmallenberg, der DEHOGA - Schmallenberg, Schmallenberg Unternehmen Zukunft e.V. (SUZ), Sauerland Tourismus  sowie die Südwestfalen Agentur. Das Modellvorhaben, 'Land(auf)Schwung' des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ermöglicht über 18 Monate die Finanzierung unterschiedlichster Maßnahmen zu diesem Zweck sowie die Bereitstellung einer Projektkraft zur Koordination.

#G.A.S.T.

Das Projekt #G.A.S.T. (Gerne arbeiten im Schmallenberger Tourismus) ist ein echtes Zukunftsprojekt für die Hotellerie und Gastronomie. Wie in vielen anderen Branchen, fällt es in diesem Bereich schwer, ausreichend und entsprechend qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden. Dabei bietet doch der Tourismus reichlich interessante und abwechslungsreiche Tätigkeitsfelder, die oft mit Leidenschaft ausgefüllt werden. Kontakt mit Gästen und das allerorten sichtbare ansehnliche Urlaubsambiente sind zwei gewichtige Gründe, die für eine Tätigkeit in der Gastronomie sprechen. Ob deren viel zitierte Schattenseiten tatsächlich gravierend sind, möchten die Initiatoren des Projektes nun genau wissen. Sie fragen sowohl Arbeitgeber wie Arbeitnehmer anhand eines ausführlichen anonymen Fragebogens nach ihren Motiven, sowie den positiven und negativen Merkmalen ihrer Berufe. Die Bögen wurden mit Unterstützung von Frau Prof. Dr. Susanne Leder entwickelt, deren Arbeitsschwerpunkte Marketing und Management im Tourismus sowie touristische Marktforschung sind. Mitarbeitende werden nach ihrer momentanen beruflichen Situation und ihrer Zufriedenheit darin ebenso befragt, wie nach ihrer Ausbildung und Laufbahn oder den Fortbildungsmöglichkeiten. Arbeitgeber finden in ihren Bögen Fragen zu der aktuellen Personalsituation sowie zu ihren eigenen Maßnahmen der Fachkräftegewinnung und zu den Wünschen hinsichtlich der Qualifikation potenzieller Mitarbeiter. Am Schluss eines jeden Fragebogens ist jede und jeder aufgerufen, sich mit Wünschen und Ideen an das Projekt #G.A.S.T. zu wenden. „Die Bögen werden ab Anfang der kommenden Woche bei allen gastronomischen Betrieben im Schmallenberger Sauerland und der Ferienregion Eslohe vorliegen und wir erhoffen uns einen großen Rücklauf dazu. Die Rückgabefrist läuft 21 Tage.“, erklärt die Projektleiterin Elke Spaller.

Projekt will nah an Zielgruppen agieren

Alle Fragebögen werden danach anonym ausgewertet und bilden die Grundlage aller weiteren Planungen und Maßnahmen, die im Förderprojekt umgesetzt werden. Denn nur, wenn die Verantwortlichen wissen, wo der „Schuh drückt“, wie es Rudolf Grobbel, der Vorsitzende des Verkehrsvereins Schmallenberger Sauerland bei der Auftaktveranstaltung ausdrückte, können sie zielgerichtete Strategien entwickeln, die nachhaltig zur Förderung und Bindung der Fachkräfte in der Region beitragen und die sowohl Betrieben wie auch  Mitarbeitenden konkrete Unterstützung bieten. „Die Informationen, welche konkreten Termine und Angebote anstehen, erhalten Interessierte einerseits auf der Projekt-Webseite oder über den Newsletterverteiler des Projektes und in der eigens erstellten Facebook-Gruppe. Für beide Kanäle kann man sich gern jetzt schon registrieren.“, wirbt Spaller für den direkten Dialog mit den Zielgruppen.

Kontakt:

Projekt „Fachkräftebindung & -gewinnung im Hotel- und Gaststättengewerbe“
Verkehrsverein Schmallenberger Sauerland e.V.
Elke Spaller
Poststr. 7, 57392 Schmallenberg
Telefon 02972 9740-13 | Fax 02972 9740-26
Mail: spaller@schmallenberger-sauerland.de
www.gerne-arbeiten-im-schmallenberger-tourismus.de

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