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Der Arbeitsmarkt zeigt sich traditionell: mehr Arbeitslose in der Ferienzeit

Arbeitsmarktdaten August 2019

Die Entwicklung auf dem regionalen Arbeitsmarkt: Im Bezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest stieg die Arbeitslosigkeit im Berichtsmonat um 306 Personen oder 2,1 Prozent. Aktuell sind 14.780 Männer und Frauen als arbeitslos registriert. Der Ausbildungsmarkt bleibt ein Bewerbermarkt: 4.377 gemeldeten Ausbildungsstellen (+4,1 Prozent) stehen 3.583 Bewerber (-2,3 Prozent) gegenüber.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest stieg die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen von 4,5 auf 4,6 Prozent. Im Versicherungsbereich (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) werden aktuell 6.032 arbeitslose Menschen betreut, das sind 229 Personen oder 3,9 Prozent mehr als im Vormonat und 526 Männer und Frauen oder 9,6 Prozent mehr als im August des Vorjahres. Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) sind 8.748 Personen bei den Jobcentern registriert; 77 Männer und Frauen oder 0,9 Prozentpunkte mehr als im Vormonat und 402 Personen oder 4,4 Prozent weniger als vor Jahresfrist.
„Nach den guten Zahlen der vergangenen Monate steigt die Arbeitslosigkeit jetzt zum zweiten Mal in diesem Sommer an. So haben wir im Agenturbezirk noch einmal etwa 300 arbeitslose Menschen mehr zu verzeichnen als im vergangenen Monat“, fasst Oliver Schmale, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Meschede-Soest, die derzeitige Entwicklung zusammen.

Der Arbeitsmarkt im Hochsauerlandkreis (HSK):

„Der August bringt den erwarteten saisonbedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit, aber auch eine ungebrochen hohe Arbeitskräftenachfrage mit sich. Fachkräfte werden weiterhin gesucht. Derzeit gilt es, 3.100 Stellen zu besetzen. Da Angebot und Nachfrage vielfach nicht zusammenpassen, fällt uns das immer schwerer. Die Qualifizierung wird. immer mehr zum Schlüssel zur Fachkräftesicherung“, kommentiert Oliver Schmale, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Meschede-Soest, die aktuellen Zahlen.

Arbeitslosigkeit: Die Zahl der Arbeitslosen ist im Hochsauerlandkreis im August 2019 gestiegen. Insgesamt waren 6.148 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 202 Personen oder 3,4 Prozent mehr. Im Vergleich zum August des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen um 99 Personen bzw. 1,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im August 4,1 Prozent. Vor einem Jahr befand sie sich auf gleichem Niveau.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III: Im Bereich der Arbeitslosenversicherung sind in diesem Monat 2.554 arbeitslose Personen gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat um 88 Personen bzw. 3,6 Prozent erhöht. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Erhöhung um 229 Personen oder 9,8 Prozent.

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II: In der Grundsicherung sind 114 Arbeitslose mehr als im Vormonat und 130 weniger als im Vorjahr zu verzeichnen. Im Verhältnis zum Vormonat entspricht dies 3,3 Prozent mehr bzw. 3,5 Prozent weniger zum Vorjahr. Insgesamt sind es 3.594 Personen und damit 58,5 Prozent aller Arbeitslosen, die zur Grundsicherung gemäß SGB II zählen.

Jugendarbeitslosigkeit: 740 Arbeitslose sind im Berichtsmonat im Hochsauerlandkreis unter 25 Jahre alt. Im Vormonat waren dies noch 67 weniger. Im Vergleich zum August des Vorjahres gab es keine Veränderung. Die prozentuale Veränderung beläuft sich somit auf plus 10,0 Prozent zum Vormonat bzw. gleichbleibend im Vorjahresvergleich.        Ältere Arbeitslose Die Anzahl arbeitsloser Personen ab 50 Jahre ist im Vergleich zum Vormonat um 37 Personen oder 1,7 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 60 Arbeitslose mehr (+2,8 Prozent). Insgesamt sind 2.170 Menschen ab 50 Jahre im Hochsauerlandkreis betroffen.

Langzeitarbeitslose: Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Hochsauerlandkreis im Berichtsmonat gestiegen.  2.125 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 84,5 Prozent (1.796 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies 58 Langzeitarbeitslose mehr. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Zahl dieser Arbeitslosen um 89 Personen.

Stellenangebot: Unternehmen aus der Region haben in diesem Monat 598 Stellen gemeldet (+69 zum Vormonat). Im Bestand befanden sich insgesamt 3.100 offene Stellen, 93 mehr als im Vormonat und 119 mehr als im Vorjahresmonat.

Der Ausbildungsmarkt im Hochsauerlandkreis:

1.990 Bewerber für eine Ausbildungsstelle meldeten sich seit dem Beginn des Beratungsjahres im Oktober 2018 bei den Arbeitsagenturen im HSK, 76 Ausbildungssuchende weniger als vor einem Jahr. 227 unversorgte Bewerber suchen derzeit weiterhin in folgenden Berufen (TOP 10): Verkäufer/in, Industriekaufmann/-frau, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Kaufmann/frau - Büromanagement, Maschinen- und Anlagenführer/in, Kfz-Mechatroniker, Fachlagerist/in, Gärtner/in, Industriemechaniker/in

2.198 Ausbildungsstellen meldeten Betriebe und Verwaltungen seit dem 1. Oktober 2018, 69 Stellen mehr als bis zum August des letzten Jahres. Aktuell sind noch 559 Ausbildungsstellen in folgenden Berufen (TOP 10) unbesetzt: Hotelfachmann/-frau, Koch/Köchin, Verkäufer/in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Handelsfachwirt/in, Bäcker/in, Berufskraftfahrer/in, Fachverkäufer/in – Bäckerei, Friseur/in, Anlagenmechaniker/in – Sanitär, Heizung, Klimatechnik. „Berufswünsche und Bedarf klaffen in vielen Bereichen immer stärker auseinander, was den Bewerbermangel in weniger beliebten Berufen zusätzlich verschärft. Wer sich noch unsicher ist, was für sie oder ihn der passende Beruf sein könnte, meldet sich am besten bei unserer Berufsberatung. Das gilt auch für Jugendliche, die sich bisher nur auf ihren Schulabschluss konzentriert haben. Es gibt in unserer Region immer noch eine große Auswahl an freien Ausbildungsstellen mit Start sofort, auch in sehr beliebten Bereichen. Unsere Experten der Berufsberatung stehen als Ansprechpartner gerne zur Verfügung“, so der Experte.

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