Mai 2018

Luftaufnahme von Schmallenberg und Gleidorf

An dieser Stelle finden Sie die aktuellen Arbeitsmarktdaten für Schmallenberg und Umgebung.

Arbeitsmarktdaten Mai 2018

Arbeitsmarktdaten Mai 2018

Agentur für Arbeit Meschede - Presse-Information vom 30.05.2018

Der weitere Rückgang der Arbeitslosigkeit im Hochsauerlandkreis und Kreis Soest auf 14.549 Menschen verdeutlicht die Bewegung am Arbeitsmarkt im Agenturbezirk. Die Veränderungsraten des Bestandes an Arbeitslosen entsprechen dem Trend in Nordrhein-Westfalen, im Agenturbezirk wurde im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar der drittstärkste Rückgang im Land verzeichnet.

Im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest stehen 3.881 gemeldeten Ausbildungsstellen 3.280 Jugendliche gegenüber. Das ergibt rein rechnerisch 1,18 Ausbildungsstellen pro Jugendlichem. Aktuell suchen noch 1.274 Jugendliche eine Lehrstelle, 1.724 Ausbildungsstellen sind noch unbesetzt.

14.549 Menschen waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest im Mai arbeitslos gemeldet, 246 Männer und Frauen oder 1,7 Prozent weniger als im April.

Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen sank um 0,1 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent.  

Im Versicherungsbereich (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) waren 5.119 arbeitslose Personen gemeldet, 217 Personen oder 4,1 Prozent weniger als im Vormonat und 847 Personen oder 14,3 Prozent weniger als im Mai 2017.

Auch im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) gab es einen Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat um 29 Personen oder 0,3 Prozent auf 9.430 Arbeitslose. Gegenüber Mai 2017 sank die Arbeitslosigkeit hier um 1.052 Frauen und Männer oder 10 Prozent.

„Ich freue mich über diese positive Entwicklung, insbesondere im Vorjahresvergleich sind die Zahlen sehr erfreulich. In den kommenden Sommermonaten rechne ich allerdings mit einem kurzzeitigen Anstieg der guten Zahlen, bedingt durch das Ende von Berufsausbildungen. Erfahrungsgemäß melden sich etliche junge Menschen, die nach ihrer Ausbildung nicht sofort in eine Anschlussbeschäftigung münden. Deren Chancen sind aber mit abgeschlossener Berufsausbildung besonders gut“, kommentiert Oliver Schmale, Chef der Agentur für Arbeit Meschede-Soest, die Mai-Daten des Arbeitsmarktes.

Betriebe und Verwaltungen meldeten der Arbeitsagentur Meschede-Soest im Berichtsmonat 73 Stellen oder 5,7 Prozent mehr zu besetzende Stellenangebote als im April. Insgesamt gingen im Berichtsmonat 1.344 neue Stellenangebote ein; im Bestand  gab es 5.730 Stellenangebote.

Der Arbeitsmarkt im Hochsauerlandkreis (HSK):

5.903 Menschen waren im Mai im Hochsauerlandkreis arbeitslos gemeldet. Das sind 139 Frauen und Männer oder 2,3 Prozent weniger als im April bzw. 715 Personen oder 10,8 Prozent weniger als im Mai des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote sank auf 4 Prozent (minus 0,1 Prozentpunkt gegenüber April und gegenüber Mai 2017 - 0,5 Prozentpunkte).  

Die Zahl der arbeitslosen jungen Erwachsenen unter 25 Jahren ist im Vergleicht zum  Vormonat auf 577 Personen gesunken. Das waren 23 Jüngere oder 3,8 Prozent weniger als im April. „Der Arbeitsmarkt befindet sich in sehr guter Verfassung und ist geprägt durch eine extrem hohe Arbeitskräftenachfrage der heimischen Arbeitgeber. Seit Jahresbeginn ist der Arbeitslosenbestand kontinuierlich zurückgegangen. Überwiegend werden Fachkräfte gesucht. Arbeitsagentur und Jobcenter setzen daher auf Qualifizierung und Weiterbildung“, so Oliver Schmale, Leiter der Arbeitsagentur Meschede-Soest.

Mit 2.100 Arbeitslosen ab 50 Jahren waren 3 Ältere oder 0,1 Prozent weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Die Beschäftigung steigt weiter auf 105.868 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Hochsauerlandkreis (aktuellste Daten aus September 2017). Das waren 2.852 Personen oder 2,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

„Über die Arbeitskräftenachfrage im Hochsauerlandkreis freue ich mich besonders“, kommentiert Schmale die florierende Nachfrage nach Arbeitskräften. „Die Zahl neuer Stellen von Arbeitgebern im HSK ist im Mai weiter gestiegen.“ Knapp zwanzig Prozent mehr Stellenzugänge registrierten die Geschäftsstellen im Hochsauerlandkreis. Insgesamt waren es im Mai 607 Stellenzugänge, 101 mehr als im April. Weiterhin lag der Bestand an offenen Stellen von Betrieben und Verwaltungen über Vorjahresniveau (+77 Stellen bzw. 2,8 %).

Die Zahl der Arbeitslosen setzt sich aus Kunden im Versicherungsbereich (Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) und aus Kunden der Grundsicherung (Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) zusammen.

Im Rechtskreis der Agentur für Arbeit (Versicherungsbereich) sank die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 5 Prozent, das sind 114 Personen weniger. Damit waren im April 2.146 Männer und Frauen arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 360 Personen bzw. 14,4 Prozent weniger.

Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende waren 3.757 Personen registriert. Die Arbeitslosigkeit sank um 25 Personen bzw. 0,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen Rückgang um 355 Männer und Frauen bzw. 8,6 Prozent.

Der Ausbildungsmarkt im Hochsauerlandkreis:

Während sich der Ausbildungsmarkt weiter zu Gunsten der Jugendlichen verändert, bleiben die Berufswünsche junger Menschen wie in den Vorjahren bestehen.

2.050 Ausbildungsstellen meldeten Betriebe und Verwaltungen seit dem 1. Oktober 2017,  1.907 Bewerber meldeten sich im gleichen Zeitraum bei den Arbeitsagenturen im HSK. Das heißt, rein rechnerisch gibt es derzeit im Hochsauerlandkreis pro Bewerber 1,07 Ausbildungsstellen - „So einfach ist es jedoch nicht“, erläutert Schmale die Situation. „Die Berufswünsche der Jugendlichen, das räumliche Angebot und die Mobilität der jungen Menschen sowie die Anforderungen der Arbeitgeber und Kompetenzen der Jugendlichen sind Kriterien, die über die rein rechnerische Passgenauigkeit hinausgehen.“

1.195 Bewerber sind bereits versorgt, sie haben eine Ausbildungsstelle oder eine Alternative gefunden. 712 Bewerber suchen weiterhin. Dem gegenüber stehen aktuell noch 852 unbesetzte Ausbildungsstellen.

„Wir raten den Jugendlichen, sich auch nach Alternativen umzusehen. Unsere Berufsberater kennen auch ‚verwandte‘ Ausbildungsberufe und beraten alle noch suchenden Jugendlichen gerne im Hinblick auf Alternativen“, so Oliver Schmale, Chef der Arbeitsagentur Meschede-Soest. „In zwei, spätestens drei Monaten beginnen die Ausbildungen. Arbeitgeber sollten bei den Jugendlichen nicht nur das Zeugnis im Blick haben. Bei Schwächen können wir von Beginn der Ausbildung an seitens der Arbeitsagenturen Nachhilfeunterricht finanziell fördern. So steht einer Einstellung, sofern die Chemie stimmt, auch mit einer schlechteren Note auf dem Abschlusszeugnis nichts entgegen, “ rät Schmale.

Hinweis:

Jugendliche, die die Angebote der Berufsberatung und der Ausbildungsvermittlung nutzen möchten, können sich unter der Rufnummer 0800 4 5555 00 zu einem Beratungsgespräch anmelden.

Arbeitgeber, die noch eine freie Ausbildungsstelle zu Verfügung stellen möchten, können diese beim Arbeitgeberservice unter der Rufnummer 0800 4 5555 20 oder bei ihren persönlichen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern in der Arbeitsagentur melden.