Mai 2017

Luftaufnahme von Schmallenberg und Gleidorf

An dieser Stelle finden Sie die aktuellen Arbeitsmarktdaten für Schmallenberg und Umgebung.

Arbeitsmarktdaten Mai 2017

Arbeitsmarktdaten Mai 2017

Agentur für Arbeit Meschede - Presse-Information vom 31.05.2017

Wie saisonal im Mai üblich, sank die Arbeitslosigkeit im AgenturbezirkMeschede-Soest auch in diesem Jahr. Der Mai 2017 liegt mit einem Rückgang
gegenüber April von 241 auf 16.458 Arbeitslose im Trend der vergangenen Jahre. In den letzten fünf Jahren fiel der Rückgang mit durchschnittlich 287 Arbeitslosen ähnlich aus. Bis zum Sommer erwartet Agenturchef Oliver Schmale einen weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit im HSK und im Kreis Soest.
Im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest stehen 3.921 gemeldeten Ausbildungsstellen 3.487 Jugendliche gegenüber. Das ergibt rein rechnerisch 1,12
Ausbildungsstellen pro Jugendlichem. Aktuell suchen noch 1.377 Jugendliche eine Lehrstelle, 1.711 Ausbildungsstellen sind noch unbesetzt. 16.458 Menschen waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest im Mai arbeitslos gemeldet, 241 Männer und Frauen bzw. 1,4 Prozent weniger als im April.
Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen sank um 0,1 Prozentpunkt auf 5,3 Prozent.

Im Versicherungsbereich (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) waren 5.976 arbeitslose Personen gemeldet, 314 Personen oder 5 Prozent weniger als im Vormonat sowie 263 Personen oder 4,2 Prozent weniger als im Mai 2016.
Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) gab es einen Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat um 73 Personen oder 0,7 Prozent auf 10.482 Arbeitslose.
Gegenüber Mai 2016 sank die Arbeitslosigkeit um 197 Frauen und Männer oder 1,8 Prozent.

„Die stabile Arbeitskräftenachfrage und der Aufbau der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung spiegeln die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes“, zeigt sich Schmale zufrieden mit der aktuellen Entwicklung.
1.409 Stellen meldeten Betriebe und Verwaltungen der Arbeitsagentur Meschede-Soest, 151 Stellen oder 9,7 Prozent weniger als im April, jedoch 49 Stellen oder 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt gingen seit Jahresbeginn 5.008 Stellenmel-dungen beim Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur ein, 501 Stellen oder 11,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Der Arbeitsmarkt im Hochsauerlandkreis (HSK):

„Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Hochsauerlandkreis im Mai fällt mit 100 Per-sonen saisonüblich aus und entspricht unseren Erwartungen. Im Schnitt wurde die Arbeitslosigkeit gegenüber April in den vergangenen fünf Jahren um 135 Personen abgebaut“, so Oliver Schmale, Leiter der Agentur für Arbeit Meschede-Soest. „Besonders erfreulich ist der deutliche Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Dieser fällt mit 272 Arbeitslosen stärker aus als in den vergangenen Jahren. Ich rechne mit einem weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit bis zum Sommer.“
6.618 Menschen waren im Mai im Hochsauerlandkreis arbeitslos gemeldet. Das waren 100 Frauen und Männer oder 1,5 Prozent weniger als im April bzw. 272 Personen oder 3,9 Prozent weniger als im Mai des Vorjahres.
Die Arbeitslosenquote sank auf 4,5 Prozent, minus 0,1 Prozentpunkt gegenüber April oder 0,2 Prozentpunkte gegenüber Mai 2016.
Jüngere Arbeitslose unter 25 Jahren profitierten besonders von der positiven Entwick-lung. 666 jüngere Arbeitslose unter 25 Jahren waren im Mai im HSK gemeldet, 4 Prozent weniger als im Vormonat sowie 6,2 Prozent weniger als im Mai des Vorjahres. „Viele junge Menschen, die im Frühjahr ihre Ausbildungen abgeschlossen hatten, konnten nach einer nur kurzen Arbeitslosigkeit eine neue Arbeitsstelle finden“, erklärt Schmale.

Keinen Anteil am Abbau der Arbeitslosigkeit hatten Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Im Mai waren 1.773 ausländische Arbeitslose gemeldet, 48 bzw. 2,8 Prozent mehr als im April sowie 159 bzw. 9,9 Prozent mehr als im Mai 2016. Diese Entwicklung ist insbesondere auf einen größeren Anstieg im Bereich der Grundsiche-rung (Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) zurückzuführen (288 Personen oder 31,3 Prozent mehr als im Mai 2016). Hier macht sich der vermehrte Abschluss der Asylverfahren bemerkbar: Anerkannte Asylsuchende, d.h. Asylberechtigte werden im SGB II arbeitslos geführt und betreut.
Die Zahl der Arbeitslosen setzt sich aus Kunden im Versicherungsbereich (Sozialge-setzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) und aus Kunden der Grundsicherung (Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) zusammen.
Im Rechtskreis der Agentur für Arbeit (Versicherungsbereich) sank die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 6,2 Prozent, das waren 167 Personen weniger. Damit waren im Mai 2.506 Männer und Frauen arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 226 Personen bzw. 8,3 Prozent weniger.
Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende waren 4.112 Personen registriert. Die Arbeitslosigkeit stieg um 67 Personen bzw. 1,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen Rückgang um 46 Männer und Frauen bzw. 1,1 Prozent.
Die Beschäftigung steigt weiter auf 103.033 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Hochsauerlandkreis (aktuellste Daten aus September 2016). Das waren 1.819 Personen oder 1,8 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.
„Die Arbeitskräftenachfrage ist stabil und liegt über dem Vorjahresniveau“, erläutert Schmale. „Die Zahl neuer Stellen von Arbeitgebern im HSK ist im Mai im Vergleich zum April zwar gesunken, jedoch meldeten Arbeitgeber und Verwaltungen knapp ein Achtel mehr Stellen als im Mai 2016.“
Insgesamt waren es im Mai 632 Stellenzugänge, 75 Stellen bzw. 10,6 Prozent weni-ger als im April sowie 68 Stellen bzw. 12,1 Prozent mehr als im Mai 2016. Weiterhin lag der Bestand mit 2.263 offenen Stellen über Vorjahres- und Vormonatsniveau (+32 Stellen bzw. 1,4 Prozent gegenüber April sowie +533 Stellen bzw. 30,8 Prozent gegenüber Mai 2016).

Der Ausbildungsmarkt im Hochsauerlandkreis:

1:1, so ließe sich die Situation am Ausbildungsmarkt im Hochsauerlandkreis zusam-menfassen. Insgesamt steht rein rechnerisch jedem Jugendlichen eine Ausbildungsstelle zur Verfügung. „So einfach ist es jedoch nicht“, erläutert Schmale die Situation. „Die Berufswünsche der Jugendlichen, das räumliche Angebot und die Mobilität der jungen Menschen sowie die Anforderungen der Arbeitgeber und Kompetenzen der Jugendlichen sind Kriterien, die über die rein rechnerische Passgenauigkeit hinaus-gehen.“
2.006 Ausbildungsstellen meldeten Betriebe und Verwaltungen seit dem 1. Oktober 2016, 2.010 Bewerber meldeten sich im gleichen Zeitraum bei den Arbeitsagenturen im HSK.
1.213 Bewerber sind – genau wie im Vorjahr - bereits versorgt, sie haben eine Aus-bildungsstelle oder eine Alternative gefunden. 797 Bewerber suchen weiterhin. Dem gegenüber stehen aktuell noch 829 unbesetzte Ausbildungsstellen.
Die häufigsten Berufswünsche junger Menschen bleiben wie in den vergangenen Jahren bestehen. Die aktuell noch suchenden Jugendlichen möchten am liebsten folgende Ausbildungen beginnen:

  • Verkäufer/in
  • Kaufmann/-frau – Büromanagement
  • Kaufmann/-frau im Einzelhandel
  • Industriekaufmann/-frau
  • Kfz-Mechatroniker/in – PKW-Technik
  • Medizinische/r Fachangestellte/r
  • Tischler/in
  • Fachlagerist/in
  • Industriemechaniker/in
  • Friseur/in

„Wir raten den Jugendlichen, sich auch nach Alternativen umzusehen. Unsere Be-rufsberater kennen auch ‚verwandte‘ Ausbildungsberufe und beraten alle noch su-chenden Jugendlichen gerne im Hinblick auf Alternativen. Auf der anderen Seite steht unser Arbeitgeberservice Arbeitgebern gerne mit Unterstützungsmöglichkeiten zur Seite, um noch freie Ausbildungsstellen besetzen zu können. Auch schulisch schwä-chere Jugendliche können sich mit Nachhilfeprogrammen sehr gut entwickeln und im Betrieb integrieren“, so Schmale.

Die Top 10 der noch unbesetzten Ausbildungsstellen decken sich nicht unbedingt mit den Berufswünschen der Jugendlichen:

  • Hotelfachmann/-frau
  • Koch/Köchin
  • Verkäufer/in
  • Kaufmann/-frau im Einzelhandel
  • Berufskraftfahrer/in
  • Bäcker/in
  • Fachkraft - Lagerlogistik
  • Fachverkäufer/in Lebensmittelhandwerk – Bäckerei
  • Anlagenmechaniker/in Sanitär-/Heizung-/Klimatechnik
  • Friseur/in

Hinweis:
Jugendliche, die die Angebote der Berufsberatung und der Ausbildungsvermittlung nutzen möchten, können sich unter der Rufnummer 0800 4 5555 00 zu einem Beratungsgespräch anmelden.
Arbeitgeber, die noch eine freie Ausbildungsstelle zu Verfügung stellen möchten oder Beratung bezüglich der Besetzung ihrer Ausbildungsstelle benötigen, können diese beim Arbeitgeberservice unter der Rufnummer 0800 4 5555 20 oder bei ihren persön-lichen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern in der Arbeitsagentur melden.