Mai 2016

Luftaufnahme von Schmallenberg und Gleidorf

An dieser Stelle finden Sie die aktuellen Arbeitsmarktdaten für Schmallenberg und Umgebung.

Arbeitsmarktdaten Mai 2016

Arbeitsmarktdaten Mai 2016

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Agentur für Arbeit Meschede - Presse-Information vom 31.05.2016

Der weitere Rückgang der Arbeitslosigkeit im Hochsauerlandkreis und Kreis Soest auf 16.918 Menschen verdeutlicht die Bewegung am Arbeitsmarkt in der flächengrößten Arbeitsagentur NRWs. Hinzu kommt ein prozentual höherer Anstieg der Stellenzugänge gegenüber April als NRW-weit.

Im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest stehen 4.046 gemeldeten Ausbil-dungsstellen 3.341 Jugendliche gegenüber. Das ergibt rein rechnerisch 1,21 Ausbildungsstelle pro Jugendlichem. Aktuell suchen noch 1.331 Jugendliche eine Lehrstelle, 1.671 Ausbildungsstellen sind noch unbesetzt.

Die Arbeitsagenturen unterstützen schwächere Jugendliche von Beginn der Ausbildung an mit Ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) in Form von Nachhilfe.

16.918 Menschen waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest im Mai arbeitslos gemeldet, 224 Männer und Frauen bzw. 1,3 Prozent weniger als im April. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen sank um 0,1 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent. Im Versicherungsbereich (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) waren 6.239 arbeitslose Personen gemeldet, 52 Personen oder 0,8 Prozent weniger als im Vormonat, jedoch 381 Personen oder 6,5 Prozent mehr als im Mai 2015. Auch im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Rechtskreis Sozialge-setzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) gab es einen Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat um 172 Personen oder 1,6 Prozent auf 10.679 Arbeitslose. Gegenüber Mai 2015 sank die Arbeitslosigkeit um 530 Frauen und Männer oder 4,7 Prozent.

Die Arbeitskräftenachfrage nahm gegenüber April prozentual stärker zu als NRW-weit. 1.360 Stellen meldeten Betriebe und Verwaltungen der Arbeitsagentur Meschede-Soest, 81 Stellen oder 6,3 Prozent mehr als im April. Insgesamt gingen seit Jahresbeginn 6.472 Stellenmeldungen beim Arbeitgeberservice der Ar-beitsagentur ein.

Der Arbeitsmarkt im Hochsauerlandkreis (HSK):

6.890 Menschen waren im Mai im Hochsauerlandkreis arbeitslos gemeldet. Das sind 36 Frauen und Männer oder 0,5 Prozent weniger als im April bzw. 65 Personen oder 0,9 Prozent weniger als im Mai des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote sank auf 4,7 Prozent (minus 0,1 Prozentpunkte sowohl ge-genüber April als auch gegenüber Mai 2015). Jüngere Arbeitslose unter 25 Jahren sowie Arbeitslose mit ausländischer Staatsan-gehörigkeit profitierten nicht von der positiven Entwicklung.

Im Mai waren 97 arbeitslose Ausländer bzw. 6,4 Prozent mehr im Hochsauerland-kreis gemeldet als im April, gegenüber 2015 waren es 452 bzw. 38,9 Prozent mehr. Insgesamt gab es im Hochsauerlandkreis 1.614 arbeitslose Ausländer. Während die Zahl der arbeitslosen jungen Erwachsenen unter 25 Jahren im Vormo-nat noch gesunken war, stieg sie nun auf 710 Personen. Das waren 15 Jüngere oder 2,2 Prozent mehr als im April. Oliver Schmale, Leiter der Arbeitsagentur Meschede-Soest, geht davon aus, dass Mitte des Jahres kurzfristig mehr junge Menschen arbeitslos gemeldet sein werden. „Mit dem Ende der Berufsausbildungen wird die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren auch in diesem Jahr in den Sommermonaten ansteigen. Ihre Chancen sind aber mit abgeschlossener Berufsausbildung besonders gut. Für Menschen ohne Berufsabschluss ist das Risiko der Arbeitslosigkeit jedoch besonders hoch“, so Schmale. Mit 2.248 Arbeitslosen ab 50 Jahren waren 51 Ältere oder 2,2 Prozent weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat.

Die Beschäftigung steigt weiter auf 101.195 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Hochsauerlandkreis (aktuellste Daten aus September 2015). Das waren 2.463 Personen oder 2,5 Prozent mehr als im Vorquartal. „Über die Arbeitskräftenachfrage im Hochsauerlandkreis freue ich mich besonders“, kommentiert Schmale die florierende Nachfrage nach Arbeitskräften. „Die Zahl neu-er Stellen von Arbeitgebern im HSK ist im Mai im Vergleich zum April prozentual stärker gestiegen als NRW-weit.“ Knapp zehn Prozent mehr Stellenzugänge registrierten die Geschäftsstellen im Hochsauerlandkreis. Insgesamt waren es im Mai 564 Stellenzugänge, 51 mehr als im April. Weiterhin lag der Bestand an offenen Stellen von Betrieben und Verwaltungen über Vorjahresniveau (+17 Stellen bzw. 2,2 %).

Mit 2.707 Stellen seit Jahresbeginn registrierten die Geschäftsstellen im HSK 15,3 Prozent mehr neue Stellen als im selben Zeitraum des Vorjahres (plus 360 Stellen).
Die Zahl der Arbeitslosen setzt sich aus Kunden im Versicherungsbereich (Sozial-gesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) und aus Kunden der Grund-sicherung (Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) zusammen.

Im Rechtskreis der Agentur für Arbeit (Versicherungsbereich) sank die Zahl der Ar-beitslosen im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Prozent, das sind 20 Personen weni-ger. Damit waren im April 2.732 Männer und Frauen arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 170 Personen bzw. 6,6 Prozent mehr. Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende waren 4.158 Personen regis-triert. Die Arbeitslosigkeit sank um 16 Personen bzw. 0,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen Rückgang um 235 Männer und Frauen bzw. 5,3 Prozent.

Der Ausbildungsmarkt im Hochsauerlandkreis:

Während sich der Ausbildungsmarkt weiter zu Gunsten der Jugendlichen verändert, bleiben die Berufswünsche junger Menschen wie in den Vorjahren bestehen. 2.067 Ausbildungsstellen meldeten Betriebe und Verwaltungen seit dem 1. Oktober 2015, 1.993 Bewerber meldeten sich im gleichen Zeitraum bei den Arbeitsagenturen im HSK. Das heißt, rein rechnerisch gibt es derzeit im Hochsauerlandkreis pro Bewerber 1,04 Ausbildungsstellen. In den vergangenen Berichtsjahren gab es zum selben Zeitpunkt pro Bewerber 0,86 Ausbildungsstellen (2014/2015) bzw. 0,80 Ausbildungsstellen (2013/2014).

1.213 Bewerber sind bereits versorgt, sie haben eine Ausbildungsstelle oder eine Alternative gefunden. 780 Bewerber suchen weiterhin. Dem gegenüber stehen aktuell noch 833 unbesetzte Ausbildungsstellen.

Die Berufswünsche junger Menschen bleiben wie in den vergangenen Jahren bestehen. Die aktuell noch suchenden Jugendlichen möchten am liebsten folgende Ausbildungen beginnen:

  •  Verkäufer/in
  • Kaufmann/-frau im Einzelhandel
  • Kaufmann/-frau – Büromanagement
  • Industriekaufmann/ -frau
  •  Medizinische/r Fachangestellte/r
  • Kfz-Mechatroniker/in –PKW-Technik
  • Tischler/in
  • Friseur/in
  • Maschinen- und Anlagenführer/in
  • Industriemechaniker/in

„Wir raten den Jugendlichen, sich auch nach Alternativen umzusehen. Unsere Be-rufsberater kennen auch ‚verwandte‘ Ausbildungsberufe und beraten alle noch su-chenden Jugendlichen gerne im Hinblick auf Alternativen“, so Oliver Schmale, Chef der Arbeitsagentur Meschede-Soest. Die Top 10 der noch unbesetzten Ausbildungsstellen decken sich nicht unbedingt mit den Berufswünschen der Jugendlichen:

  • Hotelfachmann/-frau
  • Koch/Köchin
  • Fachverkäufer/in Lebensmittelhandwerk – Fleischerei
  • Verkäufer/in
  • Fachverkäufer Lebensmittelhandwerk – Bäckerei
  • Kaufmann/-frau im Einzelhandel
  • Bäcker/in
  • Friseur/in
  • Anlagenmechaniker/in Sanitär-/Heizung-/Klimatechnik
  • Maschinen- und Anlagenführer/in

„Der Markt verändert sich gerade deutlich zu Gunsten der Jugendlichen. Auf jeden jetzt noch suchenden Jugendlichen entfallen rein rechnerisch 1,07 Ausbildungsstel-len. In zwei, spätestens drei Monaten beginnen die Ausbildungen. Arbeitgeber sollten bei den Jugendlichen nicht nur das Zeugnis im Blick haben. Bei Schwächen können wir von Beginn der Ausbildung an seitens der Arbeitsagenturen Nachhilfeunterricht finanziell fördern. So steht einer Einstellung, sofern die Chemie stimmt, auch mit einer schlechteren Note auf dem Abschlusszeugnis nichts entgegen, “ rät Schmale.

Hinweis:
Jugendliche, die die Angebote der Berufsberatung und der Ausbildungsvermittlung nutzen möchten, können sich unter der Rufnummer 0800 4 5555 00 zu einem Bera-tungsgespräch anmelden.
Arbeitgeber, die noch eine freie Ausbildungsstelle zu Verfügung stellen möchten, können diese beim Arbeitgeberservice unter der Rufnummer 0800 4 5555 20 oder bei ihren persönlichen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern in der Ar-beitsagentur melden.
Die erwähnte Nachhilfe in Form von ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) können Arbeitgeber schon von Beginn der Ausbildung an bei dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur beantragen. Auch eine sozialpädagogische Begleitung der Ausbildung ist möglich.


Quelle: Bundesagentur für Arbeit Stand 31.05.2016 (Presse-Information)