März 2020

Luftaufnahme von Schmallenberg und Gleidorf

An dieser Stelle finden Sie die aktuellen Arbeitsmarktdaten für Schmallenberg und Umgebung.

Arbeitsmarktdaten März 2020

Arbeitsmarktdaten März 2020

Agentur für Arbeit Meschede - Presse-Information vom 31.03.2020

Die Entwicklung auf dem regionalen Arbeitsmarkt zeigt für den Monat März noch nicht die Auswirkungen durch Corona: Im Bezirk der Agentur für Arbeit MeschedeSoest sank die Arbeitslosigkeit bis zum Abgriffsdatum für die Arbeitsmarktdaten um 236 Personen oder 1,5 Prozent. Zu diesem Zeitpunkt waren 15.132 Männer und Frauen als arbeitslos registriert.

„Wir alle durchleben gerade bewegte Zeiten. Die Corona-Krise hat unser Leben und unseren Alltag in großem Umfang verändert. Deshalb sieht auch unser Arbeitsmarktbericht dieses Mal anders aus als sonst. Die wirklichen Folgen für den Arbeitsmarkt können wir frühestens ab dem nächsten Monat bilanzieren, denn der Stichtag, also der Tag, an dem wir die Daten für den Berichtsmonat März erhoben haben, war der 12. März. Das war vier Tage, bevor die Ausbreitung des Virus und in der Folge die Maßnahmen der Politik die wirtschaftlichen Aktivitäten stark eingeschränkt haben. An diesem 12. März hatte die bis dahin einsetzende Frühjahrbelebung die Arbeitslosigkeit in unserem Agenturbezirk um 236 Personen sinken lassen“, so Oliver Schmale, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Meschede-Soest zur aktuellen Entwicklung. „Derzeit greifen sehr viele Betriebe auf Kurzarbeit zurück. Aktuell gehen wir davon aus, dass die Zahl der Kurzarbeiter in der Spitze erheblich höher ausfallen wird als vor 12 Jahren in der Finanzkrise. Eine stabile Datenbasis liegt uns für die Zahl der Kurzarbeiter nicht vor. Der einzige, erste Anhaltspunkt, den wir momentan haben, sind die Anzeigen, die bei uns eingehen. Dazu wird heute um 14 Uhr eine gesonderte Presseinformation versandt. Die Arbeitsbelastung in den Agenturen für Arbeit ist aktuell extrem hoch. Dennoch ist mir an dieser Stelle besonders wichtig zu erwähnen: Wer einen Anspruch hat, erhält auch Leistungen. Ganz egal ob Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld. Wir tun gerade alles dafür, die Anträge schnell und unbürokratisch aufzunehmen und abzuarbeiten.“

Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Meschede-Soest:

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest lag die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen im Berichtszeitraum bei 4,7 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 4,6 Prozent.

Im Versicherungsbereich (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III - Arbeitslosengeld I) wurden bis zur Corona-Pandemie 6.471 arbeitslose Menschen betreut, das waren 160 Personen oder 2,4 Prozent weniger als im Vormonat und 586 Frauen und Männer oder 10 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. "Wir gehen davon aus, dass es in den kommenden Monaten kaum Beschäftigungsmöglichkeiten geben wird, abgesehen von einzelnen Branchen mit erhöhtem Bedarf wie z.B. Einzelhandel, Krankenhäuser, Kraftfahrer/innen. Eine Schätzung, wie hoch die kommende Arbeitslosigkeit ausfallen wird, ist auch für uns derzeit nicht möglich".

Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II - Arbeitslosengeld II) waren 8.661 Personen bei den Jobcentern registriert; 76 Männer und Frauen oder 0,9 Prozent weniger als im Vormonat und 39 Personen oder 0,5 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. "Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen ein großer Teil der Solo-Selbständigen in der aktuellen Situation spüren wird. Zunächst werden die Leistungen SGB II eher als aufstockende Leistungen ohne den Status der Arbeitslosigkeit gezahlt werden."

Die ersten Auswirkungen der Corona-Pandemie sind bei den Stellenzugängen zu erkennen. Insgesamt wurden in diesem Berichtsmonat 229 Arbeitsstellen (-20,5 Prozent) weniger als im Vormonat und 202 Stellen (-18,5 Prozent) als im März des Vorjahres gemeldet worden. In den kommenden Monaten wird es Stellenmeldungen voraussichtlich nur aus den krisenrelevanten Branchen geben.

Der Arbeitsmarkt im Hochsauerlandkreis (HSK)

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Hochsauerlandkreis bis zum 12. März 2020 gesunken. Insgesamt waren 6.154 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 160 Personen oder 2,5 Prozent weniger. Im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres stieg die Zahl der Arbeitslosen um 112 Personen bzw. 1,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen lag im Berichtsmonat bei 4,1 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich ebenfalls auf diesem Wert.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung haben sich bis zum 12. März 2.661 Personen gemeldet. Die Zahl verringerte sich im Vergleich zum Vormonat um 110 Personen bzw. 4,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum war dies eine Erhöhung um 153 Personen oder 6,1 Prozent.

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II

In der Grundsicherung waren 50 Arbeitslose weniger als im Vormonat und 41 weniger als im Vorjahr zu verzeichnen. Im Verhältnis zum Vormonat entsprach dies 1,4 Prozent weniger bzw. 1,2 Prozent weniger zum Vorjahr. Insgesamt zählten 3.493 Personen und damit 56,8 Prozent aller Arbeitslosen, zur Grundsicherung gemäß SGB II.

Der Ausbildungsmarkt im Agenturbezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest

Bis 12. März 2020 wurden im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest insgesamt 3.963 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Dem gegenüber standen 2.685 Bewerber und Bewerberinnen, die sich im Laufe des Berichtsjahres bei den Agenturen für Arbeit vor Ort gemeldet haben. Bis zur Corona-Krise waren noch 1.304 junge Frauen und Männer auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Gleichzeitig waren bis dahin 2.268 Ausbildungsplätze unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Anzahl von Bewerber/innen. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Ausbildungsstellen.  "Voraussichtlich werden in den kommenden Monaten wesentlich weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen werden. Alle Schulen sind weiterhin geschlossen, deshalb wird auch die Berufsberatung kaum neue Bewerberinnen und Bewerber erfassen. Wenn sich das normale wirtschaftliche Leben wiedergefunden hat, werden Arbeitgeber sich sicher wieder um Auszubildende bemühen."