Juni 2019

Luftaufnahme von Schmallenberg und Gleidorf

An dieser Stelle finden Sie die aktuellen Arbeitsmarktdaten für Schmallenberg und Umgebung.

Arbeitsmarktdaten Juni 2019

Arbeitsmarktdaten Juni 2019

Agentur für Arbeit Meschede - Presse-Information vom 01.07.2019

Rückgang der Arbeitslosigkeit wird schwächer

Die Entwicklung auf dem regionalen Arbeitsmarkt übt sich langsam in Zurückhaltung: Im Bezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest sank die Arbeitslosigkeit im Berichtsmonat um 43 Personen oder 0,3 Prozent. Aktuell sind 14.085 Männer und Frauen als arbeitslos registriert.

Der Ausbildungsmarkt bleibt ein Bewerbermarkt: 4.189 gemeldeten Ausbildungsstellen (+5 Prozent) stehen 3.368 Bewerber (-1,4 Prozent) gegenüber.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest sank die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen aktuell auf 4,4 Prozent, gleichbleibend zum Vormonat und 0,2 Prozentpunkte geringer als vor Jahresfrist.

Im Versicherungsbereich (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) wurden aktuell 5.431 arbeitslose Menschen betreut, das waren 71 Personen oder 1,3 Prozent weniger als im Vormonat und 308 Männer und Frauen oder 6 Prozent mehr als im Juni des Vorjahres.

Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) sind 8.654 Personen bei den Jobcentern registriert; 28 Männer und Frauen oder 0,3 Prozentpunkte mehr als im Vormonat und 679 Personen oder 7,3 Prozent weniger als vor Jahresfrist.

„Während die Arbeitslosigkeit zu Jahresbeginn noch deutlich unter den Werten des Vorjahres lag, ist der Abstand nun deutlich geringer geworden“, fasst Oliver Schmale, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Meschede-Soest, die derzeitige Entwicklung zusammen. „Der Bedarf der Unternehmen nach qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist aber nach wie vor sehr hoch. Rund die Hälfte aller arbeitslosen Menschen bringen diese aber nicht mit. Die Chancen, Arbeit zu finden, sind für Menschen mit Berufsausbildung deutlich größer. Das neue Qualifizierungschancengesetz macht es für Unternehmen noch attraktiver, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beruflich bis zu einem Abschluss weiterzubilden“, ergänzt er.

Der Arbeitsmarkt im Hochsauerlandkreis (HSK):

Rückgang der Arbeitslosigkeit: Im Juni ist die Arbeitslosigkeit im Hochsauerlandkreis im Vergleich zum Vormonat um 49 Personen oder 0,8 Prozent gesunken; im Vergleich zum Vorjahr sind es 146 Arbeitslose oder 2,5 Prozent weniger. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,8 Prozent.

„Gut ist, dass die Arbeitslosigkeit insgesamt weiterhin unter dem Niveau des letzten Jahres liegt. Allerdings ist auch erkennbar, dass die Dynamik auf gutem Niveau an Schwung verliert. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Entwicklung in den nächsten Monaten fortsetzt“, so der Arbeitsmarktexperte.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen:

Im Versicherungsbereich (Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) waren 2.248 Menschen ohne Arbeit, somit 46 Personen oder 2 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich zeigte sich eine Erhöhung von 76 Personen oder 3,5 Prozent. Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) waren 3.490 Männer und Frauen als arbeitslos registriert. Die Arbeitslosigkeit reduzierte sich zum Vormonat um 3 Personen; im Vorjahresvergleich waren es 222 Personen weniger.

Der Stellenbestand weiterhin auf hohem Niveau:

Im Berichtsmonat meldeten Arbeitgeber im Hochsauerlandkreis 577 neue zu besetzende Stellen; 104 Stellen oder 22 Prozent mehr als im Vormonat, aber 52 Stellenangebote oder 8,3 Prozent weniger als im Juni 2018. Im Bestand an offenen Stellen gab es 3.010 Angebote; im Vorjahresvergleich ist das ein Plus von 76 Stellen.

Der Ausbildungsmarkt im Hochsauerlandkreis:

2.107 Ausbildungsstellen meldeten Betriebe und Verwaltungen seit dem 1. Oktober 2018, 6 Stellen mehr als bis zum Juni des letzten Jahres. Gleichzeitig meldeten sich 1.886 Bewerber bei den Arbeitsagenturen im HSK, 83 Ausbildungssuchende weniger als vor einem Jahr. 1.347 Bewerber sind bereits versorgt, sie haben eine Ausbildungsstelle oder eine Alternative gefunden. 539 unversorgte Bewerber suchen weiterhin in folgenden Berufen (TOP 10): Verkäufer/in, Industriekaufmann/-frau, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Kaufmann/-frau- Büromanagement, Maschinen- und Anlagenführer/in, Fachlagerist/in, Kfz.Mechatroniker PKW-Technik, Medizinische/r Fachangestellte/r, Gärtner/in- Garten und Landschaftsbau, Elektroniker/in- Energie-/Gebäudetechnik.
Dem gegenüber stehen aktuell noch 830 unbesetzte Ausbildungsstellen (TOP 10): Hotelfachmann/-frau, Verkäufer/in, Koch/Köchin, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Handelsfachwirt/in, Bäcker/in, Berufskraftfahrer/in, Industriemechaniker/in, Fachkraft – Lagerlogistik, Friseur/in.

„Dieses Jahr verschärft sich die Situation für die Arbeitgeber in unserer Region noch mehr. Es gibt noch viele unbesetzte Stellen und auf der anderen Seite sinkt die Zahl der Jugendlichen, die noch eine Ausbildung suchen, weiter. Trotzdem bleiben einige Jugendliche ohne Ausbildungsstelle. Es ist wichtig, dass die Jugendlichen und die Arbeitgeber flexibel sind bei der Suche, denn noch ist bis August einiges möglich. Gerne stehen unsere Experten der Berufsberatung und der Arbeitgeberservices bei Fragen rund um die Suche und für Unterstützungsbedarfe zur Verfügung“, so der Experte.

Hinweis:

Jugendliche, die die Angebote der Berufsberatung und der Ausbildungsvermittlung nutzen möchten, können sich unter der Rufnummer 0800 4 5555 00 zu einem Beratungsgespräch anmelden.
Arbeitgeber, die noch eine freie Ausbildungsstelle zu Verfügung stellen möchten, können diese beim Arbeitgeberservice unter der Rufnummer 0800 4 5555 20 oder bei ihren persönlichen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern in der Arbeitsagentur melden.