Juni 2017

Luftaufnahme von Schmallenberg und Gleidorf

An dieser Stelle finden Sie die aktuellen Arbeitsmarktdaten für Schmallenberg und Umgebung.

Arbeitsmarktdaten Juni 2017

Arbeitsmarktdaten Juni 2017

Agentur für Arbeit Meschede - Presse-Information vom 30.06.2017

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest sank die Arbeitslosigkeit im Juni leicht um 162 auf 16.296 Personen. Das Ende betrieblicher Berufsausbildungen erhöhte die Arbeitslosigkeit der Jüngeren unter 25 Jahren. Vor dem Hintergrund der anstehenden Sommerferien blieb die Arbeitskräftenachfrage von Wirtschaft und Verwaltungen nahezu konstant.

Der Ausbildungsmarkt im Bereich der Agentur für Arbeit Meschede-Soest ist auch in diesem Jahr günstig für Bewerber. 3.638 junge Menschen haben sich
bei der Agentur für Arbeit Meschede-Soest im aktuellen Berichtsjahr auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle gemeldet, 175 Bewerber oder 5,1 Prozent
mehr als im Vorjahr. Dem gegenüber stehen 4.012 Ausbildungsstellen, 133 Stellen oder 3,2 Prozent weniger als im vergangenen Berichtsjahr. „In diesem Jahr entfallen auf zehn Bewerber elf Ausbildungsstellen“, so Oliver Schmale, Leiter der Agentur für Arbeit Meschede-Soest. „Natürlich muss, was rein rechnerisch passt, praktisch nicht unbedingt zusammen passen. Allerdings raten wir Arbeitgebern, sich frühzeitig um geeignete Jugendliche zu bemühen und auch Schwächeren eine Chance zu geben. Hier unterstützen wir, indem wir Nachhilfeunterricht finanziell fördern“, erläutert Schmale. Im Juni waren noch 1.234 Bewerber unversorgt, 1.474 Ausbildungsstellen waren noch frei.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest lag die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen im Juni bei 5,2 Prozent; 0,1 Prozentpunkt niedriger als im Mai und 0,1 Prozentpunkt niedriger als im Vorjahresmonat.
Von dem Rückgang profitierten beide Rechtskreise. Im Versicherungsbereich (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) waren mit 5.870 Frauen und Männern im Juni 106 Personen oder 1,8 Prozent weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich sank die Arbeitslosigkeit um 138 Personen oder 2,3 Prozent.

Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen im Vormonatsvergleich um 56 Personen oder 0,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 164 Personen oder 1,5 Prozent weniger. Im Juni waren insgesamt 10.426 Personen im Bereich der Grundsicherung von Arbeitslosigkeit betroffen. Betriebe und Verwaltungen meldeten 1.425 neue Stellen für sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen, 1,1 Prozent mehr als im Juni. Der Stellenzugang lag über dem Vorjahresniveau. Gegenüber Juni 2016 waren es 89 Stellen bzw. 6,7 Prozent mehr. Insgesamt waren bei den Agenturen für Arbeit im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest 5.237 Stellen im Bestand, 229 Stellen bzw. 4,6 Prozent mehr als im Vormonat sowie 641 Stellen bzw. 13,9 Prozent mehr als im Juni des vergangenen Jahres.

Der Arbeitsmarkt im Hochsauerlandkreis (HSK):

Im Juni sank die Arbeitslosigkeit im Hochsauerlandkreis um 63 Personen bzw. 1 Prozent auf 6.555 Betroffene. Auch im Vorjahresvergleich reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen um 185 Frauen und Männer oder 2,7 Prozent. Im Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre erreichte die Arbeitslosigkeit in diesem Jahr den niedrigsten Wert.
Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag mit 4,5 Prozent auf dem Niveau des Vormonats. Im Juni 2016 betrug sie 4,6 Prozent.
Der Rückgang der Arbeitslosigkeit wirkte sich ausschließlich im Versicherungsbereich (Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) aus.
Im Versicherungsbereich waren im Juni 2.441 Personen arbeitslos gemeldet, 65 Frauen und Männer bzw. 2,6 Prozent weniger als im Vormonat bzw. 188 Personen bzw. 7,2 Prozent weniger als im Juni 2016.
Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) waren 4.114 Männer und Frauen als arbeitslos registriert. Die Arbeitslosigkeit stieg gegenüber Mai um 2 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr waren 3 Menschen oder 0,1 Prozent mehr gemeldet.

Alle Personengruppen profitierten vom Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat, lediglich die Jugendarbeitslosigkeit stieg saisonal bedingt an.
696 Jüngere unter 25 Jahren waren bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern im Hochsauerlandkreis registriert, das waren 30 Jüngere bzw. 4,5 Prozent mehr als im Vormonat. Anders als in den vergangenen zwei Jahren sank die Jugendarbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr. 44 Jüngere bzw. 5,9 Prozent weniger als in 2016 waren bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern gemeldet.
„Der Abschluss betrieblicher Ausbildungen wirkt sich auch in diesem Jahr kurzfristig auf die Arbeitslosigkeit der unter 25-Jährigen aus. Viele Jugendliche möchten oder müssen nach der Ausbildung einen neuen Beschäftigungsbetrieb suchen und sind bei uns gemeldet. Im Rückblick auf die vergangenen Jahre ist die Jugendarbeitslosigkeit nach zwei Jahren mit einem Anstieg nun erstmals wieder gesunken und die Arbeitslosenquote Jüngerer liegt mit 4,1 Prozent unter der Gesamtarbeitslosenquote“, so Oliver Schmale, Chef der Agentur für Arbeit Meschede-Soest.

Bei den Ausländern sank die Arbeitslosigkeit gegenüber Mai. 32 Menschen ohne deutschen Pass bzw. 1,8 Prozent weniger als im Mai zählten die Arbeitsagenturen im HSK. Insgesamt waren im Juni 1.741 Ausländer arbeitslos, 114 Personen oder 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei Betrachtung der vergangenen zehn Jahre erreichte die Arbeitslosigkeit von Menschen ohne deutschen Pass einen Höchststand.
Im Hochsauerlandkreis wurden insgesamt 642 neu zu besetzende Stellen durch Arbeitgeber gemeldet, gegenüber Mai waren das 10 Stellen bzw. 1,6 Prozent mehr, im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 161 Stellen oder 33,5 Prozent. Der Bestand an offenen Stellen lag bei 2.356, 93 Stellen oder 4,1 Prozent höher als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um 576 Stellen oder 32,4 Prozent. „Auch der Blick auf die gemeldeten Stellen erreicht im 10-Jahres-Rückblick einen Höchststand. Aktuell haben wir ein Drittel mehr Stellen im Bestand als noch im vergangenen Jahr. Es besteht eine hohe Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften im Hochsauerlandkreis“, so Schmale.

Der Ausbildungsmarkt im HSK:

Im Hochsauerlandkreis ist die Situation am Ausbildungsmarkt für jetzt noch suchende Jugendliche günstig. Rein rechnerisch entfallen auf je 100 unversorgte Bewerber 104 noch freie Ausbildungsstellen. Insgesamt suchen im Juni 689 Mädchen und Jungen eine Ausbildungsstelle, 716 Lehrstellen sind noch frei.
„Es gibt für junge Menschen auch jetzt noch zahlreiche Chancen am Ausbildungsmarkt“, weiß Oliver Schmale, Leiter der Agentur für Arbeit Meschede-Soest. „Wer mit seinen Bewerbungen bisher keinen Erfolg hatte, sollte Kontakt zu unseren Berufsberaterinnen und Berufsberatern aufnehmen. Sie wissen, wo es noch freie Ausbildungsstellen gibt und kennen auch Alternativen.“ Betrieben rät Schmale in der aktuellen Situation zu Kompromissbereitschaft und einem Blick auf die Jugendlichen, der über die Zeugnisnoten hinausgeht: „Ein Ausbildungsmarkt, der für die Jugendlichen gut aussieht, stellt Betriebe vor die Herausforderung, freie Ausbildungsstellen besetzen zu können. Insbesondere in den Berufen, die nicht als die beliebtesten der Jugendlichen gelten. Ein Blick auf praktische Talente und das Engagement der Bewerber relativiert unter Umständen die ein oder andere schlechte Zeugnisnote. Gerne unterstützen wir finanziell mit Nachhilfeunterricht für schwächere Bewerber.“

Insgesamt waren seit Oktober 2.079 junge Menschen als Bewerber um eine Ausbildungsstelle bei den Agenturen für Arbeit im Hochsauerlandkreis gemeldet. 2.043 Ausbildungsstellen wurden seitens der heimischen Betriebe und Verwaltungen gemeldet.

Hinweis:
Jugendliche, die die Angebote der Berufsberatung und der Ausbildungsvermittlung nutzen möchten, können sich unter der Rufnummer 0800 4 5555 00 zu einem Beratungsgespräch anmelden.
Arbeitgeber, die noch eine freie Ausbildungsstelle zu Verfügung stellen möchten, können diese beim Arbeitgeberservice unter 0800 4 5555 20 oder bei ihren persönlichen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern in der Arbeitsagentur melden.

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