Juni 2016

Luftaufnahme von Schmallenberg und Gleidorf

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Arbeitsmarktdaten Juni 2016

Arbeitsmarktdaten Juni 2016

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Agentur für Arbeit Meschede - Presse-Information vom 30.06.2016

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest sank die Arbeitslosigkeit im Juni nur leicht um 320 auf 16.598 Personen. Das Ende betrieblicher Berufsausbildungen erhöhte die Arbeitslosigkeit der Jüngeren unter 25 Jahren. Vor dem Hintergrund der anstehenden Sommerferien fiel die Arbeitskräftenachfrage von Wirtschaft und Verwaltungen auf sehr hohem Niveau etwas geringer aus als im Mai.

Der Ausbildungsmarkt dreht sich weiter zu Gunsten der Bewerber. 3.463 junge Menschen haben sich bei der Agentur für Arbeit Meschede-Soest im aktuellen Berichtsjahr auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle gemeldet, 342 Bewerber oder neun Prozent weniger als im Vorjahr. Dem gegenüber stehen 4.145 Ausbildungsstellen, 422 Stellen oder 11,3 Prozent mehr als im vergangenen Berichtsjahr. „In diesem Jahr entfallen auf fünf Bewerber sechs Ausbildungsstellen. In den vergangenen Jahren hatten wir im Agenturbezirk weniger Ausbildungsstellen als Bewerber“, so Oliver Schmale, Leiter der Agentur für Arbeit Meschede-Soest. „Die demografische Entwicklung wird den Trend der sinkenden Bewerberzahlen auch in den Folgejahren verstärken. Wir raten Arbeitgebern, sich frühzeitig um geeignete Jugendliche zu bemühen und auch Schwächeren eine Chance zu geben. Hier unterstützen wir, indem wir Nachhilfeunterricht finanziell fördern“, erläutert Schmale. Im Juni waren noch 1.168 Bewerber unversorgt, 1.492 Ausbildungsstellen waren noch frei.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest lag die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen im Juni bei 5,3 Prozent; 0,1 Prozentpunkt niedriger als im Mai und 0,1 Prozentpunkt niedriger als im Vorjahresmonat. Von dem Rückgang profitierten beide Rechtskreise. Im Versicherungsbereich (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) waren mit 6.008 Frauen und Männern im Juni 231 Personen bzw. 3,7 Prozent weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich stieg die Arbeitslosigkeit um 375 Personen oder 6,7 Prozent an.

Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen im Vormonatsvergleich um 89 Personen bzw. 0,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 542 Personen bzw. 4,9 Prozent weniger. Im Juni waren insgesamt 10.590 Personen im Bereich der Grundsicherung von Arbeitslosigkeit betroffen.

Das Ende vieler zwei- und dreijähriger Ausbildungen führte zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Jüngeren. Mit 1.695 Personen unter 25 Jahren waren 23 Jüngere bzw. 1,4 Prozent mehr gemeldet als im Mai. Viele wollen oder müssen sich nach ihrer Ausbildung einen neuen Beschäftigungsbetrieb suchen und sind kurzfristig arbeitslos gemeldet. „Wir haben einen hohen Bedarf an qualifizierten Fachkräften“, so Oliver Schmale, Chef der Arbeitsagentur Meschede-Soest. „Ich gehe auch im Juli von einem Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit aus, da noch einige Prüfungstermine Anfang Juli anstehen. Bei der hohen Arbeitskräftenachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften wird die Arbeitslosigkeit der Jüngeren bis zum Herbst wieder zurückgehen“, so Schmales Prognose.

Betriebe und Verwaltungen meldeten, auch im Hinblick auf die anstehenden Sommerferien, 24 neue Stellen für sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen bzw. 1,8 Prozent weniger als im Mai. Weiterhin lag der Stellenzugang aber über dem Vorjahresniveau, gegenüber Juni 2015 waren es 43 Stellen bzw. 3,3 Prozent mehr. Insgesamt gingen bei den Agenturen für Arbeit im Hochsauerlandkreis und Kreis Soest 1.336 Stellen ein.

Der Arbeitsmarkt im Hochsauerlandkreis (HSK):

Im Juni sank die Arbeitslosigkeit im Hochsauerlandkreis um 150 Personen bzw. 2,2 Prozent auf 6.740 Betroffene. Auch im Vorjahresvergleich reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen um 118 Frauen und Männer oder 1,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag bei 4,6 Prozent, 0,1 Prozentpunkt geringer als im Vormonat sowie 0,1 Prozentpunkt geringer als im Juni des vergangenen Jahres. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit wirkte sich im Versicherungsbereich (Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) stärker aus als im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II).

Im Versicherungsbereich waren im Juni 2.629 Personen arbeitslos gemeldet, 103 Frauen und Männer bzw. 3,8 Prozent weniger als im Vormonat. Bedingt durch die Zunahme der Zahl arbeitslos gemeldeter geflüchteter Menschenstieg die Arbeitslosigkeit im Versicherungsbereich gegenüber dem Vorjahr um 135 Personen bzw. 5,4 Prozent. Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende waren 4.111 Männer und Frauen als arbeitslos registriert. Die Arbeitslosigkeit sank gegenüber Mai um 47 Personen bzw. 1,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren 253 Menschen oder 5,8 Prozent weniger gemeldet.

Nicht alle Personengruppen profitierten vom Rückgang der Arbeitslosigkeit im Hochsauerlandkreis. Saisonal bedingt stieg die Jugendarbeitslosigkeit an. 740 Jüngere unter 25 Jahren waren bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern im Hochsauerlandkreis registriert, das waren 30 Jüngere bzw. 4,2 Prozent mehr als im Vormonat sowie 45 Jüngere bzw. 6,5 Prozent mehr als im Juni 2015. „Der Abschluss betrieblicher Ausbildungen wirkt sich üblicherweise kurzfristig auf die Arbeitslosigkeit der unter 25 Jährigen aus. Viele Jugendliche möchten oder müssen nach der Ausbildung einen neuen Beschäftigungsbetrieb suchen und sind bei uns gemeldet. Die Wirtschaft sucht diese jungen, gut ausgebildeten Fachkräfte, so dass ich davon ausgehe, dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit Jüngerer im Herbst wieder abgebaut wird“, so Oliver Schmale, Chef der Agentur für Arbeit Meschede-Soest.

Auch bei den Ausländern stieg die Arbeitslosigkeit gegenüber Mai. 13 Menschen bzw. 0,8 Prozent mehr als im Mai zählten die Arbeitsagenturen im HSK ohne deutschen Pass. Insgesamt waren im Juni 1.627 Ausländer arbeitslos, 500 Personen oder 44,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Hochsauerlandkreis wurden insgesamt 481 neu zu besetzende Stellen durch Arbeitgeber gemeldet, gegenüber Mai ist das ein Rückgang von 83 Stellen bzw. 14,7 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 25 Stellen oder 4,9 Prozent.

Der Bestand an offenen Stellen lag bei 1.780, 50 Stellen oder 2,9 Prozent höher als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um 262 Stellen oder 17,3 Prozent.
„Mit Blick auf die Sommerferien im Juli agieren einige Unternehmen bezüglich ihrer Stellenmeldungen etwas verhaltener. Diese Entwicklung ist saisonal typisch. Insgesamt haben wir eine weiterhin hohe Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften im Hochsauerlandkreis“, so Schmale.

Der Ausbildungsmarkt im HSK:

Auch im Hochsauerlandkreis ist die demografische Entwicklung am Ausbildungsmarkt deutlich zu spüren. Während es in den vergangenen Jahren immer weniger Bewerber als Ausbildungsstellen gab, drehte sich die Situation im aktuellen Berichtsjahr zu Gunsten der Jugendlichen. Insgesamt meldeten sich seit Oktober des vergangenen Jahres 2.074 Bewerber auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle bei den Agenturen für Arbeit im HSK, andererseits gibt es 2.114 registrierte Ausbildungsstellen. Somit entfallen auf 50 suchende Jugendliche 51 gemeldete Ausbildungsstellen.

„Die demografische Entwicklung wird den Trend der sinkenden Bewerberzahlen auch in den Folgejahren verstärken. Wir raten Arbeitgebern, sich frühzeitig um geeignete Jugendliche zu bemühen und auch Schwächeren eine Chance zu geben. Hier unterstützen wir, indem wir Nachhilfeunterricht finanziell fördern“, erläutert Oliver Schmale, Leiter der Agentur für Arbeit Meschede-Sost. Aktuell suchten im Juni noch 701 Mädchen und Jungen die passende Ausbildungsstelle, 767 Ausbildungsstellen waren noch unbesetzt.

Der Arbeitsmarkt im Kreis Soest:

Mehr gemeldete Arbeitsstellen, weniger Arbeitslose, ein gut aufgestellter Arbeitsmarkt. Oliver Schmale, Chef der Arbeitsagentur Meschede-Soest zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung im Kreis Soest im Juni. „Im Kreis Soest bemerken wir mit Blick auf die anstehenden Ferien im Juli noch keine Zurückhaltung der Betriebe und Verwaltungen im Hinblick auf die Arbeitskräftenachfrage. Auch das Ende einiger Berufsausbildungen mit den Prüfungen, die oftmals im Juni stattfinden, hat sich noch nicht auf die Arbeitslosigkeit der Jüngeren unter 25 ausgewirkt. Der Arbeitsmarkt braucht diese gut ausgebildeten Fachkräfte. Ich gehe allerdings davon aus, dass die übliche Sommerflaute am Arbeitsmarkt im kommenden Monat den Kreis Soest erreichen wird und wir uns auf einen Anstieg der Arbeitslosigkeit und weniger Arbeitskräftenachfrage im Juli und August einstellen müssen“, so Schmale. Die Arbeitslosigkeit hat sich im Juni im Kreisgebiet um 170 Männer und Frauen bzw. 1,7 Prozent auf 9.858 Personen verringert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt das einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 49 Personen bzw. 0,5 Prozent.

Die Arbeitslosenquote im Kreis Soest lag bei 6 Prozent; 0,1 Prozentpunkt geringer als im Vormonat und damit auf Vorjahresniveau. Im Versicherungsbereich (Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) sank die Arbeitslosigkeit um 128 Personen oder 3,6 Prozent im Vormonatsvergleich auf 3.379 Personen. Im Vergleich zum Juni 2015 ergibt sich ein Anstieg um 240 Männer und Frauen bzw. 7,6 Prozent.

Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) gab es einen Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich um 42 Personen oder 0,6 Prozent. Im Vorjahresvergleich reduzierte sich die Arbeitslosigkeit um 289 Personen oder 4,3 Prozent. 6.479 Frauen und Männer waren im Bereich der Grundsicherung von Arbeitslosigkeit betroffen.

Alle Personengruppen profitierten vom Rückgang der Arbeitslosigkeit. Dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagenturen im Kreis Soest lagen 2.816 Stellenangebote zur Besetzung vor; 39 Stellen oder 1,4 Prozent mehr als im Vormonat und 387 Stellen oder 15,9 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Im Laufe des Berichtsmonats wurden der Agentur 855 neue Stellenangebote zur Besetzung gemeldet; 59 Stellen bzw. 7,4 Prozent mehr als im Vormonat; 68 Stellen bzw. 8,6 Prozent mehr als im Juni 2015.

Hinweis:
Jugendliche, die die Angebote der Berufsberatung und der Ausbildungsvermittlung nutzen möchten, können sich unter der Rufnummer 0800 4 5555 00 zu einem Beratungsgespräch anmelden.
Arbeitgeber, die noch eine freie Ausbildungsstelle zu Verfügung stellen möchten, können diese beim Arbeitgeberservice unter 0800 4 5555 20 oder bei ihren persönlichen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern in der Arbeitsagentur melden.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit Stand 30.06.2016 (Presse-Information)