Juli 2019

Luftaufnahme von Schmallenberg und Gleidorf

An dieser Stelle finden Sie die aktuellen Arbeitsmarktdaten für Schmallenberg und Umgebung.

Arbeitsmarktdaten Juli 2019

Arbeitsmarktdaten Juli 2019

Agentur für Arbeit Meschede - Presse-Information vom 31.07.2019

Anstieg der Arbeitslosigkeit durch Ferienzeit

Die Entwicklung auf dem regionalen Arbeitsmarkt: Im Bezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest stieg die Arbeitslosigkeit im Berichtsmonat um 389 Personen oder 2,8 Prozent. Aktuell sind 14.474 Männer und Frauen als arbeitslos registriert.

Der Ausbildungsmarkt bleibt ein Bewerbermarkt: 4.296 gemeldeten Ausbildungsstellen (+4,7 Prozent) stehen 3.489 Bewerber (-1,7 Prozent) gegenüber.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest stieg die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen von 4,4 auf 4,5 Prozent. Im Versicherungsbereich (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) werden aktuell 5.803 arbeitslose Menschen betreut, das sind 372 Personen oder 6,8 Prozent mehr als im Vormonat und 478 Männer und Frauen oder 9 Prozent mehr als im Juli des Vorjahres. Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) sind 8.671 Personen bei den Jobcentern registriert; 17 Männer und Frauen oder 0,2 Prozentpunkte mehr als im Vormonat und 563 Personen oder 6,1 Prozent weniger als vor Jahresfrist.

„Es wiederholt sich in jedem Jahr: Die Arbeitslosigkeit junger Menschen steigt nach Schul- und Studienende sowie nach dem Abschluss der Ausbildungen. Besonders im Bereich der Arbeitslosenversicherung nehmen wir einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Jüngeren unter 25 Jahren wahr“, fasst Oliver Schmale, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Meschede-Soest, die derzeitige Entwicklung zusammen.

Der Arbeitsmarkt im Hochsauerlandkreis (HSK):

„Zu Beginn der Sommerferien gibt es stets einen saisontypischen Anstieg. Dieser betrifft überwiegend den Personenkreis der unter 25-jährigen, die sich wegen des Schuljahresendes oder nach Beendigung ihrer Berufsausbildungen übergangsweise bei der Arbeitsagentur arbeitslos melden. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass die betroffenen jungen Fachkräfte in der Regel schnell eine Anschlussbeschäftigung finden und in Kürze ihre Arbeitslosigkeit beenden werden“, kommentiert Oliver Schmale, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Meschede-Soest, die aktuellen Zahlen.

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Hochsauerlandkreis im Juli 2019 gestiegen. Insgesamt waren 5.946 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 208 Personen oder 3,6 Prozent mehr. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen um 8 Personen bzw. 0,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im Juli 4,0 Prozent, was einer Veränderung von 0,2 Prozentpunkte zum Vormonat entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosenquote unverändert.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung sind in diesem Monat 2.466 Personen gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat um 218 Personen bzw. 9,7 Prozent erhöht. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Erhöhung um 215 Personen oder 9,6 Prozent. Die Entwicklung der letzten Monate setzt sich damit fort.

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II

In der Grundsicherung sind 10 Arbeitslose weniger als im Vormonat und 207 weniger als im Vorjahr zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vormonat sind dies 0,3 Prozent weniger bzw. 5,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Insgesamt sind es 3.480 Personen und damit 58,5 Prozent aller Arbeitslosen, die zur Grundsicherung gemäß SGB II zählen.

Jugendarbeitslosigkeit

673 Arbeitslose sind im Berichtsmonat im Hochsauerlandkreis unter 25 Jahre alt. Im Vormonat waren es 121 weniger und im gleichen Monat des Vorjahres 15 mehr arbeitslose junge Menschen. Die prozentuale Veränderung beläuft sich somit auf +21,9 Prozent zum vorherigen Monat bzw. -2,2 Prozent im Vorjahresvergleich.

Ältere Arbeitslose

Die Anzahl arbeitsloser Personen ab 50 Jahre ist im Vergleich zum Vormonat gestiegen (43 Personen oder 2,1 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr sind es 43 Arbeitslose mehr (2,1 Prozent). Insgesamt sind 2.133 Menschen ab 50 Jahre im Hochsauerlandkreis betroffen.

Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Hochsauerlandkreis im Berichtsmonat gesunken. 2.067 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 84,6 Prozent (1.748 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies 11 Langzeitarbeitslose weniger. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Zahl dieser Arbeitslosen damit um 131 Personen.

Stellenangebote

Unternehmen aus der Region haben in diesem Monat 529 Stellen gemeldet (48 weniger als im Vormonat). Im Bestand befanden sich insgesamt 3.007 offene Stellen, 3 weniger als im Vormonat und 72 mehr als im Vorjahresmonat.

Der Ausbildungsmarkt im Hochsauerlandkreis:

1.950 Bewerber meldeten sich bei den Arbeitsagenturen im HSK, 67 Ausbildungssuchende weniger als vor einem Jahr. 539 unversorgte Bewerber suchen weiterhin in folgenden Berufen (TOP 10):

  • Verkäufer/in
  • Industriekaufmann/-frau
  • Kaufmann/-frau im Einzelhandel
  • Kaufmann/-frau für Büromanagement
  • Maschinen- und Anlagenführer/in
  • Kfz-Mechatroniker
  • Fachlagerist/in
  • Tischler/in
  • Elektroniker/in für Energie-/Gebäudetechnik
  • Elektroniker/in für Betriebstechnik

2.155 Ausbildungsstellen meldeten Betriebe und Verwaltungen seit dem 1. Oktober 2018, 8 Stellen weniger als bis zum Juli des letzten Jahres. Aktuell sind noch 830 Ausbildungsstellen in folgenden Berufen (TOP 10) unbesetzt:

  • Hotelfachmann/-frau
  • Koch/Köchin
  • Verkäufer/in
  • Kaufmann/-frau im Einzelhandel
  • Handelsfachwirt/in
  • Bäcker/in
  • Berufskraftfahrer/in
  • Fachverkäufer/in in der Bäckerei
  • Friseur/in
  • Fachverkäufer/in in der Fleischerei

„Es gibt aktuell noch viele unbesetzte Stellen und auf der anderen Seite sinkt die Zahl der Jugendlichen, die noch eine Ausbildung suchen, weiter. Es ist wichtig, dass die Jugendlichen und die Arbeitgeber flexibel sind bei der Suche, denn noch ist einiges möglich. Unsere Experten der Berufsberatung und der Arbeitgeberservices stehen bei Fragen rund um die Suche gerne zur Verfügung“, so der Experte.