Juli 2018

Luftaufnahme von Schmallenberg und Gleidorf

An dieser Stelle finden Sie die aktuellen Arbeitsmarktdaten für Schmallenberg und Umgebung.

Arbeitsmarktdaten Juli 2018

Arbeitsmarktdaten Juli 2018

Agentur für Arbeit Meschede - Presse-Information vom 31.07.2018

Die Zahl der Arbeitslosen ist von Juni auf Juli um 103 Personen oder 0,7 Prozent im Bezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest gestiegen. Insgesamt wurden im Berichtsmonat 14.559 Arbeitslose gezählt. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag im Juli - ebenso wie im Vormonat - bei 4,6 Prozent.

„Es wiederholt sich in jedem Jahr: Die Arbeitslosigkeit junger Menschen steigt nach Schul- und Studienende sowie nach dem Abschluss der Ausbildungen. Besonders im Rechtskreis des Versicherungsbereiches nehmen wir einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Jüngeren unter 25 Jahren wahr. Spätestens in zwei Monaten werden wir hier einen deutlichen Rückgang vermelden können“, prognostiziert Oliver Schmale, Chef  der Agentur für Arbeit Meschede-Soest.

Dies belegt die unterschiedliche Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den beiden Rechtskreisen.

Im Versicherungsbereich (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) melden sich unter anderem Arbeitslose, nachdem sie eine versicherungspflichtige Beschäftigung ausgeübt oder eine Ausbildung beendet haben. 5.325 Personen insgesamt waren hier im Juli bei den Agenturen im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest registriert, 202 Männer und Frauen mehr als im Vormonat (3,9 Prozent). Im Vorjahresvergleich sank die Arbeitslosigkeit um 744 Personen oder 12,3 Prozent.

Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen im Vormonatsvergleich um 99 Personen (1,1 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren es 1.001 Personen oder 9,8 Prozent weniger. Im Juli waren insgesamt 9.234 Personen im Bereich der Grundsicherung von Arbeitslosigkeit betroffen.

Der Arbeitsmarkt im Hochsauerlandkreis (HSK):

Im Hochsauerlandkreis waren im Juli 5.938 Personen arbeitslos gemeldet, 54 Männer und Frauen oder 0,9 Prozent mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Juli des Vorjahres waren es 602 Arbeitslose oder 9,2 Prozent weniger.

Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag mit 4 Prozent auf Vormonatsniveau und um 0,5 Prozentpunkte niedriger als im Juli 2017.

Eine Zunahme der Arbeitslosigkeit wirkte sich im Juli ausschließlich im Versicherungsbereich (Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) mit 79 Personen oder 3,6 Prozent mehr aus. Hier waren 2.251 Menschen ohne Arbeit. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Arbeitslosigkeit im Versicherungsbereich ab; hier waren aktuell 289 Arbeitslose oder 11,4 Prozent weniger gemeldet.  

Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) waren 3.687 Männer und Frauen registriert. Die Arbeitslosigkeit verringerte sich gegenüber Juni um 25 Personen bzw. 0,7 Prozent. Im Vergleich zum Juli des vergangenen Jahres reduzierte sich die Zahl der Personen ohne Beschäftigung um 313 oder 7,8 Prozent.

„Den Anstieg der Arbeitslosigkeit im Ferienmonat Juli haben wir erwartet. Zu Beginn der Sommerferien gibt es stets einen jahreszeitlich bedingten, saisontypischen Anstieg. Dieser betrifft überwiegend den Personenkreis der unter 25-jährigen, die sich nach Beendigung ihrer Berufsausbildungen oder wegen des Schuljahresendes übergangsweise bei der Arbeitsagentur arbeitslos melden. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass die betroffenen jungen Fachkräfte in der Regel schnell eine Anschlussbeschäftigung finden und in Kürze ihre Arbeitslosigkeit beenden werden“, kommentiert Oliver Schmale, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Meschede-Soest die aktuellen Zahlen.

Im Juli waren mit 688 arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren 103 Personen oder 17,6 Prozent mehr gemeldet als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr sank die Jugendarbeitslosigkeit um 117 Personen oder 14,5 Prozent.

Ungebremst ist die Arbeitskräftenachfrage im Hochsauerlandkreis: Betriebe und Verwaltungen im Hochsauerlandkreis meldeten 610 neue zu besetzende Stellen, gegenüber Juni waren das 19 Stellen bzw. 3 Prozent weniger, im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 93 Stellen oder 13,2 Prozent.

Der Bestand an offenen Stellen lag im Juli bei 2.935 und damit quasi gleichbleibend zum Vormonat. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres  gab es eine Steigerung um 536 Stellen oder 22,3 Prozent.

Der Ausbildungsmarkt im HSK:

Insgesamt suchten im Juli noch 459 Jungen und Mädchen nach einer Ausbildungsstelle. Das bedeutet, dass knapp mehr als drei Viertel aller Jugendlichen, die sich seit Oktober, dem Beginn des Ausbildungsjahres, bei den Agenturen für Arbeit im Hochsauerlandkreis gemeldet hatten, versorgt sind. Seit Oktober suchten 2.017 Bewerberinnen und Bewerber im HSK eine Ausbildungsstelle mit der Unterstützung der Arbeitsagentur. Damit verringerte sich die Zahl der gemeldeten Bewerber um 143 Jungen und Mädchen gegenüber dem Vorjahr.

Gleichzeitig stieg die Anzahl der gemeldeten Ausbildungsstellen um 47 auf 2.163 Lehrstellen, ein Plus von 2,2 Prozent. Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen stieg im Vorjahresvergleich um 13,9 Prozent (80 Stellen) auf insgesamt 657.

Oliver Schmale weiß: „Insgesamt befinden wir uns im Endspurt auf dem Ausbildungsmarkt. Die Zeit wird knapp und sowohl Jugendliche sind noch auf der Suche nach der richtigen Stelle als auch Arbeitgeber, die nach dem passenden beruflichen Nachwuchs suchen. Es gibt diverse Berufe, die gute Chancen bieten. In den Top 10 der unbesetzten Ausbildungsstellen finden sich Stellen für angehende Köche/Köchinnen Hotelfachleute, Verkäufer/-innen, Kaufleute im Einzelhandel, Handelsfachwirte, Anlagenmechaniker im Bereich Sanitär, Heizung, Klima, Friseur/-innen, Bäcker/-innen,

aber auch Elektroniker/-innen und Zahnmedizinische Fachangestellte. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere freie Ausbildungsstellen. Ich kann nur allen raten: kommen Sie auf uns zu – es ist noch mehr möglich als Sie denken! Unsere Mitarbeiter stehen Arbeitgebern und suchenden Bewerbern mit hilfreichen Tipps und Hinweisen gerne zur Verfügung.“

Hinweis:

Jugendliche, die die Angebote der Berufsberatung und der Ausbildungsvermittlung nutzen möchten, können sich unter der Rufnummer 0800 4 5555 00 zu einem Beratungsgespräch anmelden.

Arbeitgeber, die noch eine freie Ausbildungsstelle zu Verfügung stellen möchten, können diese beim Arbeitgeberservice unter 0800 4 5555 20 oder bei ihren persönlichen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern in der Arbeitsagentur melden.