Juli 2017

Luftaufnahme von Schmallenberg und Gleidorf

An dieser Stelle finden Sie die aktuellen Arbeitsmarktdaten für Schmallenberg und Umgebung.

Arbeitsmarktdaten Juli 2017

Arbeitsmarktdaten August 2017

Agentur für Arbeit Meschede - Presse-Information vom 01.08.2017

Einen moderaten, zu erwartenden ferienbedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit brachten die Sommerferien im Juli mit sich. Besonders Jüngere unter 25 Jahren waren betroffen, eine saisontypische Entwicklung zum Ende von Berufsausbildungen, der Schule oder eines Studiums.

Die Arbeitskräftenachfrage lag weiterhin deutlich über dem Vorjahresniveau. Zum Start der ersten Ausbildungen meldet die Agentur für Arbeit für den gesamten Agenturbezirk noch 1.189 freie Ausbildungsplätze. Demgegenüber suchen noch 946 Jugendliche die passende Lehrstelle.
Die Zahl der Arbeitslosen ist von Juni auf Juli um lediglich acht Personen im Bezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest gestiegen. Insgesamt wurden im Berichtsmonat 16.304 Arbeitslose gezählt. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag im Juli - ebenso wie im Vormonat - bei 5,2 Prozent. „Es wiederholt sich in jedem Jahr: Die Arbeitslosigkeit junger Menschen steigt nach Schul- und Studienende sowie nach dem Abschluss der Ausbildungen. Besonders im Rechtskreis des Versicherungsbereiches nehmen wir einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Jüngeren unter 25 Jahren wahr. Spätestens in zwei Monaten werden wir hier einen deutlichen Rückgang vermelden können“, prognostiziert Dr. Reinhard Langer, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Meschede-Soest.

Das zeigt auch die unterschiedliche Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den beiden Rechtskreisen. Im Versicherungsbereich (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) melden sich unter anderem Arbeitslose, nachdem sie eine versicherungspflichtige Beschäftigung ausgeübt oder eine Ausbildung beendet haben. 6.069 Personen insgesamt waren hier im Juli bei den Agenturen im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest registriert, 199 mehr als im Vormonat (+3,4 Prozent). Im Vorjahresvergleich sank die Arbeitslosigkeit um 374 Personen oder 5,8 Prozent.
Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen im Vormonatsvergleich um 191 Personen (-1,8 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren es 262 Personen bzw. 2,5 Prozent weniger. Im Juli waren insgesamt 10.235 Personen im Bereich der Grundsicherung von Arbeitslosigkeit betroffen.

Der Arbeitsmarkt im Hochsauerlandkreis (HSK):
Im Hochsauerlandkreis waren im Juli 6.540 Personen arbeitslos gemeldet, 15 Männer und Frauen oder 0,2 Prozent weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Juli des Vor-jahres waren es 463 Arbeitslose oder 6,6 Prozent weniger.
Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag mit 4,5 Prozent auf Vormonatsniveau und um 0,3 Prozentpunkte niedriger als im Juli 2016.
Eine Zunahme der Arbeitslosigkeit wirkte sich im Juli ausschließlich im Versicherungsbereich (Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) mit 99 Personen oder 4,1 Prozent mehr aus. Hier waren 2.540 Menschen ohne Arbeit. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Arbeitslosigkeit im Versicherungsbereich ab; hier wa-ren aktuell 329 Arbeitslose oder 11,5 Prozent weniger gemeldet.
Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) waren 4.000 Männer und Frauen registriert. Die Arbeitslosigkeit verringerte sich gegenüber Juni um 114 Personen bzw. 2,8 Prozent. Im Ver-gleich zum Juli des vergangenen Jahres reduzierte sich die Zahl der Personen ohne Beschäftigung um 134 oder 3,2 Prozent. „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist überwiegend auf die Sucharbeitslosigkeit Jüngerer zurückzuführen“, weiß Dr. Reinhard Langer, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Meschede-Soest. „Sie melden sich bei der Arbeitsagentur arbeitslos, wenn sie ihre Ausbildungen oder ihr Studium abgeschlossen haben oder auch nach Ende des Schulbesuches. In den kommenden Monaten wird sich der Anstieg wieder ab-bauen, da der Arbeitsmarkt aufnahmefähig für junge Fachkräfte ist“, kommentiert Dr. Langer die aktuellen Zahlen.
Im Juli waren mit 805 arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren 109 Personen oder 15,7 Prozent mehr gemeldet als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr sank die Jugendarbeitslosigkeit um 127 Personen oder 13,6 Prozent.

Die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen stieg von 4,1 Prozent im Juni auf nun 4,7 Prozent. Ungebremst ist die Arbeitskräftenachfrage im Hochsauerlandkreis: Betriebe und Verwaltungen im Hochsauerlandkreis meldeten 703 neue zu besetzende Stellen, gegenüber Juni waren das 61 Stellen bzw. 9,5 Prozent mehr, im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 131 Stellen oder 22,9 Prozent. Der Bestand an offenen Stellen lag im Juli bei 2.399 und damit 43 Stellen oder 1,8 Prozent höher als im Vormonat. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres gab es eine Steigerung um 595 Stellen oder 33 Prozent.

Der Ausbildungsmarkt im HSK:

Insgesamt suchten im Juli noch 539 Jungen und Mädchen nach einer Ausbildungsstelle. Das bedeutet, dass drei Viertel aller Jugendlichen, die sich seit Oktober, dem Beginn des Ausbildungsjahres, bei den Agenturen für Arbeit im Hochsauerlandkreis gemeldet hatten, versorgt sind. Seit Oktober suchten 2.160 Bewerberinnen und Bewerber im HSK eine Ausbildungsstelle mit der Unterstützung der Arbeitsagentur. Da-mit erhöhte sich die Zahl der gemeldeten Bewerber um 33 Jungen und Mädchen ge-genüber dem Vorjahr.
Gleichzeitig ging die Anzahl der gemeldeten Ausbildungsstellen um 59 auf 2.104 Lehrstellen zurück, ein Minus von 2,7 Prozent. Die Zahl der unbesetzten Ausbildungs-stellen ging im Vorjahresvergleich um 7,5 Prozent (-47 Stellen) auf insgesamt 577 zurück. Die meisten noch freien Ausbildungsstellen gibt es noch im Bereich der Gastronomie als Hotelfachmann/-frau, Koch/Köchin sowie im Verkauf.
Dr. Reinhard Langer weiß: „Jetzt ist der Endspurt auf dem Ausbildungsmarkt angesagt. Bereits heute oder in wenigen Wochen beginnen die Ausbildungen. Wer jetzt noch nicht das Passende gefunden hat, sollte auch über Alternativen nachdenken.

Gerne stehen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berufsberatung dabei mit Rat und Tat zur Seite. Denn: es gibt noch viele interessante Ausbildungsstellen.“
Hinweis:
Jugendliche, die die Angebote der Berufsberatung und der Ausbildungsvermittlung nutzen möchten, können sich unter der Rufnummer 0800 4 5555 00 zu einem Beratungsgespräch anmelden.
Arbeitgeber, die noch eine freie Ausbildungsstelle zu Verfügung stellen möchten, können diese beim Arbeitgeberservice unter 0800 4 5555 20 oder bei ihren persönlichen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern in der Arbeitsagentur melden.

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