Juli 2016

Luftaufnahme von Schmallenberg und Gleidorf

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Arbeitsmarktdaten Juli 2016

Arbeitsmarktdaten Juli 2016

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Agentur für Arbeit Meschede - Presse-Information vom 28.07.2016

Endspurt am Ausbildungsmarkt beginnt
Den zu erwartenden Anstieg der Arbeitslosigkeit brachten die Sommerferien im Juli mit sich. Besonders Jüngere unter 25 Jahren waren betroffen, eine saisontypische Entwicklung zum Ende der Berufsausbildung oder der Schule oder des Studiums. Auch die Arbeitskräftenachfrage ließ nach, lag aber weiterhin deutlich über Vorjahresniveau.

Die Schere zwischen angebotenen Ausbildungsstellen und gemeldeten Bewerbern geht am Ausbildungsmarkt im Agenturbezirk auseinander: 11,2 Prozent mehr Ausbildungsstellen als im Vorjahr stehen 8,5 Prozent weniger Bewerber gegenüber. Insgesamt meldeten sich seit Beginn des Berichtsjahres im vergangenen Oktober 3.602 Jugendliche auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle, Betriebe und Verwaltungen meldeten 4.251 Ausbildungsstellen.

Die Zahl der unversorgten Bewerber sank im Juli im Vorjahresvergleich leicht um 19 Jugendliche (-2 Prozent) auf 940 Mädchen und Jungen. Dem gegenüber stehen 1.187 unbesetzte Ausbildungsstellen; ein Plus von 11,6 Prozent (+123 Stellen) gegenüber dem Vorjahr. Aktuell entfallen rein rechnerisch auf vier jetzt noch suchende Bewerber fünf noch freie Ausbildungsstellen.

Die Zahl der Arbeitslosen ist von Juni auf Juli um 342 Menschen im Bezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest gestiegen. Insgesamt waren 16.940 Arbeitslose gemeldet. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag im Juli bei 5,4 Prozent; 0,1 Prozentpunkt höher als im Juni und 0,1 Prozentpunkt niedriger als im Vorjahresmonat.
„Besonders die hohe Sucharbeitslosigkeit junger Menschen ist Hauptursache für den Anstieg“, so Dr. Reinhard Langer, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Meschede-Soest.
Das zeigt auch der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Versicherungsbereich (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I). Hier melden sich Arbeitslose, nachdem sie eine versicherungspflichtige Beschäftigung ausgeübt oder eine Ausbildung beendet haben. 6.443 Personen waren im Juli bei den Agenturen im Hochsauerlandkreis und Kreis Soest registriert, 435 mehr als im Vormonat (+7,2 Prozent). Auch im Vorjahresvergleich stieg die Arbeitslosigkeit um 405 Personen oder 6,7 Prozent.

Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen im Vormonatsvergleich um 93 Personen (-0,9 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren es 611 Personen bzw. 5,5 Prozent weniger. Im Juli waren insgesamt 10.497 Personen im Bereich der Grundsicherung von Arbeitslosigkeit betroffen.

Der Arbeitsmarkt im Hochsauerlandkreis (HSK):

Im Hochsauerlandkreis waren im Juli 7.003 Personen arbeitslos gemeldet, 263 Männer und Frauen oder 3,9 Prozent mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Juli des Vorjahres waren es jedoch 37 Arbeitslose oder 0,5 Prozent weniger.

Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag mit 4,8 Prozent um 0,2 Prozentpunkte höher als im Juni.
Die Zunahme der Arbeitslosigkeit wirkte sich im Juli hauptsächlich im Versiche-rungsbereich (Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) mit 240 Personen oder 9,1 Prozent mehr aus. Hier waren 2.869 Menschen ohne Arbeit. Auch gegenüber dem Vorjahr nahm die Arbeitslosigkeit im Versicherungsbereich zu; gegenüber Juli 2015 waren aktuell 206 Arbeitslose oder 7,7 Prozent mehr gemeldet.

Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) waren 4.134 Männer und Frauen registriert. Die Arbeitslosigkeit erhöht sich gegenüber Juni um 23 Personen bzw. 0,6 Prozent. Im Vergleich zum Juli des vergangenen Jahres reduzierte sich die Zahl der Personen ohne Beschäftigung um 243 (-5,6 Prozent).

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist überwiegend auf die Sucharbeitslosigkeit Jüngerer zurückzuführen“, so Langer. „Sie melden sich bei der Arbeitsagentur arbeitslos, wenn sie ihre Ausbildungen oder ihr Studium abgeschlossen haben oder nach Ende des Schuljahres. In den kommenden Monaten wird sich der Anstieg zum großen Teil wieder abbauen, da der Arbeitsmarkt aufnahmefähig ist für junge Fachkräfte“, kommentiert Langer die aktuellen Zahlen.

Im Juli waren mit 932 arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren 192 Personen oder gut ein Viertel mehr gemeldet als im Vormonat. Auch gegenüber dem Vorjahr stieg die Jugendarbeitslosigkeit um 108 Personen oder 13,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen stieg von 4,3 Prozent im Juni auf nun 5,4 Prozent.

Auch bei den weiteren Personengruppen gab es einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat. Ungebremst ist die Arbeitskräftenachfrage im Hochsauerlandkreis: Betriebe und Verwaltungen im Hochsauerlandkreis meldeten 572 neue zu besetzende Stellen, gegenüber Juni waren das 91 Stellen bzw. 18,9 Prozent mehr, im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 133 Stellen oder 30,3 Prozent.
Der Bestand an offenen Stellen lag im Juli bei 1.804 und damit 24 Stellen oder 1,3 Prozent höher als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um 272 Stellen oder 17,8 Prozent.

Der Ausbildungsmarkt im HSK:

Verkäufer/in möchten sie werden, Kaufmann/-frau im Einzelhandel oder Industriekaufleute, um nur die Top drei der Ausbildungswünsche der jetzt noch suchenden Jugendlichen zu nennen.
Insgesamt suchten im Juli noch 567 Jungen und Mädchen nach einer Ausbildungsstelle, drei Viertel der Jugendlichen, die sich seit Oktober bei den Agenturen für Arbeit im Hochsauerlandkreis gemeldet hatten, sind versorgt. Seit Oktober suchten 2.127 Bewerber im HSK eine Ausbildungsstelle mit der Unterstützung der Ar-beitsagentur. Damit ging die Zahl der gemeldeten Bewerber erneut zurück (wie bereits im Berichtsjahr zuvor). 3,1 Prozent bzw. 67 Bewerber weniger meldeten sich.

Gleichzeitig stieg die Anzahl der gemeldeten Ausbildungsstellen um 232 auf 2.163 Lehrstellen an, ein Plus von 12 Prozent. Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 31,4 Prozent (+149 Stellen) auf insgesamt 624. Die meisten noch freien Ausbildungsstellen gibt es noch als Hotelfachmann/-frau, Koch/Köchin und Verkäufer/in.
Langer erklärt: „Jetzt ist der Endspurt auf dem Ausbildungsmarkt angesagt. In wenigen Tagen oder Wochen beginnen die Ausbildungen. Wer jetzt noch nicht das Passende gefunden hat, sollte auch über Alternativen nachdenken. Gerne stehen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berufsberatung dabei mit Rat und Tat zur Seite. Denn: es gibt noch viele interessante Ausbildungsstellen.“

Hinweis:
Jugendliche, die die Angebote der Berufsberatung und der Ausbildungsvermittlung nutzen möchten, können sich unter der Rufnummer 0800 4 5555 00 zu einem Beratungsgespräch anmelden.
Arbeitgeber, die noch eine freie Ausbildungsstelle zu Verfügung stellen möchten, können diese beim Arbeitgeberservice unter 0800 4 5555 20 oder bei ihren persönlichen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern in der Arbeitsagentur melden.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit Stand 28.07.2016 (Presse-Information)