Januar 2018

Luftaufnahme von Schmallenberg und Gleidorf

An dieser Stelle finden Sie die aktuellen Arbeitsmarktdaten für Schmallenberg und Umgebung.

Arbeitsmarktdaten Januar 2018

Arbeitsmarktdaten Januar 2018

Agentur für Arbeit Meschede - Presse-Information vom 03.01.2018

Erwartungsgemäß stieg die Arbeitslosigkeit im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest im Januar an. 15.943 Arbeitslose waren gemeldet, 938 mehr als im Dezember, jedoch 1.375 Personen oder 7,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Arbeitskräftenachfrage ist saisonal bedingt zurückhaltend, jedoch mit einem Plus von 16,6 Prozent deutlich über dem Vorjahresniveau.

Dass die Zahl der Arbeitslosen im Januar ansteigt, ist eine übliche saisonale Entwicklung. Auch in diesem Jahr stieg die Arbeitslosigkeit an, allerdings deutlich geringer als in den Vorjahren.

15.943 Personen waren im Januar bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern im Kreis Soest und Hochsauerlandkreis arbeitslos gemeldet, 938 Männer und Frauen oder 6,3 Prozent mehr als im Vormonat. „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar ist saisonal üblich. Der Zuwachs ist jedoch mit 938 Arbeitslosen deutlich geringer als in den vergangenen Jahren“, erläutert Oliver Schmale, Leiter der Agentur für Arbeit Meschede-Soest. Insgesamt waren im Januar 1.375 Menschen oder 7,9 Prozent weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als im Vorjahr.

Die Arbeitslosenquote betrug agenturweit 5,1 Prozent, im Dezember lag sie bei 4,8 Prozent. Im Januar 2017 lag die Quote bei 5,6 Prozent.

Mit 778 Arbeitslosen mehr zeigte sich die steigende Arbeitslosigkeit nahezu ausnahmslos im Versicherungsbereich (SGB III) ; Gründe für den saisonalen Anstieg sind witterungsbedingte Arbeitsausfälle, das Auslaufen des Weihnachtsgeschäftes mit der damit verbundenen Entlassung von Saisonkräften, der Kündigungstermin zum Jahresende sowie das Ende der zweieinhalb- und dreieinhalbjährigen Berufsausbildungen.

Im Versicherungsbereich (Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III - Arbeitslosengeld I) waren 6.241 Menschen ohne Arbeit, 778 oder 14,2 Prozent mehr als im Vormonat und 879 Personen oder 12,3 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) wirken sich konjunkturelle und insbesondere saisonale Schwankungen erfahrungsgemäß zeitverzögert aus. Im Vormonatsvergleich nahm die Arbeitslosigkeit lediglich um 160 Personen oder 1,7 Prozent zu, im Vergleich zum Januar 2017 waren 496 Personen oder 4,9 Prozent weniger arbeitslos gemeldet. Derzeit sind 9.702 Personen im Bereich der Grundsicherung von Arbeitslosigkeit betroffen.

Arbeitgeber und Verwaltungen im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest meldeten dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur 1.046 neu zu besetzende Stellen, 282 Stellen oder 21,2 Prozent weniger als im Dezember. „Diese Zurückhaltung ist für einen Januar durchaus üblich“, so Schmale.

Der Arbeitsmarkt im Hochsauerlandkreis (HSK):

Zum Jahresanfang ist die Arbeitslosigkeit im Hochsauerlandkreis leicht gestiegen. Im Januar waren 6.541 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen, 362 Männer und Frauen bzw. 5,9 Prozent mehr als im Dezember. Im Vorjahresvergleich reduzierte sich die Arbeitslosigkeit um 700 Personen bzw. 9,7 Prozent.

Die Arbeitslosenquote im HSK betrug im Berichtsmonat 4,5 Prozent, 0,3 Prozentpunkte mehr als im Vormonat, allerdings 0,5 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr.

Mit 3.632 Männern waren 308 oder 9,3 Prozent mehr arbeitslos gemeldet als im Dezember. Im Vergleich dazu fiel der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Frauen um 54 Personen oder 1,9 Prozent auf 2.909 Betroffene moderater aus.

Bei den Jugendlichen stieg die Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich um 3,7 Prozent an. 671 Jüngere zwischen 15 und 24 Jahren waren im Januar registriert, 24 Jugendliche mehr als im Dezember.

2.232 arbeitslose 50-Jährige und Ältere waren im Januar bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern im HSK gemeldet, 97 Personen oder 4,5 Prozent mehr als im Dezember bzw. 167 Ältere oder 7 Prozent weniger als im Vorjahr.

Mit 1.674 arbeitslosen Ausländern waren es im Januar 80 Männer und Frauen bzw. 5 Prozent mehr als im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Ausländerarbeitslosigkeit um 140 Personen bzw. 7,7 Prozent gesunken.

Im Versicherungsbereich (Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III - Arbeitslosengeld I) waren 2.620 Menschen ohne Arbeit, 361 oder 16 Prozent mehr als im Vormonat und 511 Personen oder 16,3 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) waren 3.921 arbeitslose Männer und Frauen registriert; hier erhöhte sich die Arbeitslosigkeit gegenüber Dezember 2017 um eine Person. Im Vorjahresvergleich sind 189 Personen oder 4,6 Prozent weniger zu verzeichnen.

Im Hochsauerlandkreis waren insgesamt 2.451 Arbeitsstellen gemeldet, 118 Stellen
oder 5,1 Prozent mehr als im Dezember. Mit einem Plus von 503 Stellen gegenüber Januar 2017 ist die Arbeitskräftenachfrage um ein Viertel höher als im vergangenen Jahr.

„Ein guter Branchenmix sowie ein Mix aus kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Weltmarktführern bieten uns im HSK ein stabiles Gerüst für solide Beschäftigungen. Ich freue mich, dass wir das gute Niveau noch einmal steigern konnten und erwarte auch für dieses Jahr eine konstant positive Entwicklung“, so Oliver Schmale, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Meschede-Soest. Vor dem Hintergrund des steigenden Bedarfes an Fachkräften ist es Schmale besonders wichtig, die vorhandenen Potentiale zu nutzen. „Die Zeiten der Bestenauslese und Fixierung auf Defizite sollten vorbei sein. Auch Langzeitarbeitslose, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder Ältere haben ihre individuellen Stärken. Es lohnt sich, sich darauf zu konzentrieren, um keine Potenziale zu verschenken. Die Integration der Flüchtlinge wird weiterhin eine der Aufgaben für dieses Jahr sein. Für diesen Personenkreis sind vorrangig die Förderung unserer Sprache und der Aufbau beruflicher Kompetenzen erforderlich, um dadurch den Weg in Arbeit oder Ausbildung zu finden“, erläutert er.