Januar 2017

Luftaufnahme von Schmallenberg und Gleidorf

An dieser Stelle finden Sie die aktuellen Arbeitsmarktdaten für Schmallenberg und Umgebung.

Arbeitsmarktdaten Januar 2017

Arbeitsmarktdaten Januar 2017

Agentur für Arbeit Meschede - Presse-Information vom 31.01.2017

Erwartungsgemäß stieg die Arbeitslosigkeit im Hochsauer-landkreis und im Kreis Soest im Januar an. 17.318 Arbeitslose waren gemeldet, 1.271 mehr als
im Dezember, aber 173 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitskräftenachfrage ist saisonal bedingt zurückhaltend, jedoch deutlich über dem Vorjahres-niveau.
 
Auch in diesem Jahr stieg die Arbeitslosigkeit an, allerdings deutlich geringerals in den vorherigen Jahren.17.318 Personen waren im Januar bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern imKreis Soest und Hochsauerlandkreis arbeitslos gemeldet, 1.271 Männer und Frauen bzw. 7,9 Prozent mehr als im Vormonat. „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar ist saisonal üblich. Der Zuwachs ist jedoch mit 1.271 Arbeitslosen deutlich geringer als in den vergangenen Jahren“, erläutert Oliver Schmale, Leiter der Agentur für Arbeit Meschede-Soest. Seit dem Jahr 2010 lag der Anstieg durchschnittlich bei 1.540 Arbeitslosen. Insgesamt waren im Januar 2017 173 Menschen oder 1 Prozent weniger betroffen als im Vorjahr.

Die Arbeitslosenquote betrug wie im Vorjahr 5,6 Prozent, im Dezember lag sie bei 5,2 Prozent.
Gründe für den saisonalen Anstieg sind witterungsbedingte Arbeitsausfälle, das Auslaufen des Weihnachtsgeschäftes mit der damit verbundenen Entlassung von Saisonkräften, der Kündigungstermin zum Jahresende sowie das Ende der zweieinhalbund dreieinhalbjährigen Berufsausbildungen.

Im Versicherungsbereich (Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III - Arbeitslosengeld I) waren 7.120 Menschen ohne Arbeit, 1.335 oder 23,1 Prozent mehr1 als im Vormonat und 640 Personen oder 9,9 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) wirken sich konjunkturelle und saisonale Schwankungen erst zeitverzögert aus. Im Vormonatsvergleich nahm die Arbeitslosigkeit um 64 Personen oder 0,6 Prozent ab, im Vergleich zum Januar 2016 waren es 813 Personen bzw. 7,4 Prozent weniger. Derzeit sind 10.198 Personen im Bereich der Grundsiche-rung von Arbeitslosigkeit betroffen.
Arbeitgeber und Verwaltungen im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest meldeten dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur 1.142 neu zu besetzende Stellen, 170 Stellen oder 13 Prozent weniger als im Dezember. „Diese Zurückhaltung ist für einen Januar absolut üblich“, so Schmale. „Erfreulich ist, dass wir knapp ein Fünftel mehr Stellenzugänge haben als im Januar 2016.“

Der Arbeitsmarkt im Hochsauerlandkreis (HSK):

Zum Jahresanfang ist die Arbeitslosigkeit im Hochsauerlandkreis erwartungsgemäß gestiegen. Im Januar waren 7.241 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen, 502 Männer und Frauen bzw. 7,4 Prozent mehr als im Dezember. Auch im Vorjahresvergleich stieg die Arbeitslosigkeit um 146 Personen bzw. 2,1 Prozent an.
„Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Jahresanfang ist durchaus üblich“, weiß Oliver Schmale, Leiter der Agentur für Arbeit Meschede-Soest. „Allerdings fällt der Zuwachs mit 502 Arbeitslosen geringer aus als in den vergangenen Jahren.“ Durchschnittlich stieg die Arbeitslosigkeit von Dezember auf Januar in den Vorjahren um 710 Arbeitslose.
Die Arbeitslosenquote im HSK betrug im Berichtsmonat 5 Prozent, 0,4 Prozentpunkte mehr als im Vormonat sowie 0,1 Prozentpunkt mehr als im Januar 2016.
Jüngere und Männer sind besonders betroffen. „Jetzt macht sich die kalte Witterung bei den Außenberufen bemerkbar. Hier sind überwiegend Männer beschäftigt. Aber auch der Kündigungstermin zum Quartalsende sowie das Ende der zweieinhalb- und dreiein-halbjährigen Ausbildungen wirken sich aus“, erläutert Schmale.

Mit 4.185 Männern waren 392 oder 10,3 Prozent mehr arbeitslos gemeldet als im De-zember. Im Vergleich dazu fiel der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Frauen um 110 Personen oder 3,7 Prozent auf 3.056 Betroffene moderater aus.
Bei den Jugendlichen stieg die Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich um 6,6 Prozent an. 806 Jüngere zwischen 15 und 24 Jahren waren im Januar registriert, 50 Jugendliche mehr als im Dezember.
2.399 arbeitslose 50-Jährige und Ältere waren im Januar bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern im HSK gemeldet, 137 Personen oder 6,1 Prozent mehr als im Dezem-ber bzw. 34 Ältere oder 1,4 Prozent weniger als im Vorjahr.
Ein Viertel der Arbeitslosen im Hochsauerlandkreis haben keinen deutschen Pass. Mit 1.814 arbeitslosen Ausländern waren es im Januar 88 Männer und Frauen bzw. 5,1 Prozent mehr als im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Ausländerarbeitslosigkeit um 617 Personen bzw. 51,5 Prozent gestiegen. „Innerhalb des vergangenen Jahres ha-ben uns zahlreiche geflüchtete Menschen erreicht. Natürlich wirkt sich das auch am Arbeitsmarkt aus. Mit unseren Integration Points bieten wir ihnen Anlaufstellen, um nach und nach eine Integration am Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Das geht nicht von heute auf morgen, sondern wird auch in den kommenden Jahren unsere Aufgabe sein. Die In-tegration in den Arbeitsmarkt ist allerdings nur ein - wenn auch grundlegender - Teil der gesellschaftlichen Integration. Hier sind wir alle gefragt“, so Schmale.
Im Versicherungsbereich (Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III - Arbeitslosengeld I) waren 3.131 Menschen ohne Arbeit, 533 oder 20,5 Prozent mehr1 als im Vormonat und 229 Personen oder 7,9 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) waren 4.110 arbeitslose Männer und Frauen registriert; hier sank die Arbeitslosigkeit gegenüber Dezember 2016 um 31 Personen oder 0,7 Prozent. Im Vorjahresvergleich sind 83 Personen oder 2 Prozent weniger zu verzeichnen.

Im Hochsauerlandkreis waren insgesamt 1.948 Arbeitsstellen gemeldet, 57 Stellen oder 2,8 Prozent weniger als im Dezember. Mit einem Plus von 334 Stellen gegenüber Januar 2016 ist die Arbeitskräftenachfrage um ein Fünftel höher als im vergangenen Jahr.

>>> zum Arbeitsmarktreport