April 2017

Luftaufnahme von Schmallenberg und Gleidorf

An dieser Stelle finden Sie die aktuellen Arbeitsmarktdaten für Schmallenberg und Umgebung.

Arbeitsmarktdaten April 2017

Arbeitsmarktdaten April 2017

Agentur für Arbeit Meschede - Presse-Information vom 03.05.2017

Der Arbeitsmarkt im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest hat sich im April weiter positiv entwickelt. Die Zahl der Arbeitslosen ging gegenüber März um 232 Personen oder 1,4 Prozent auf 16.699 zurück.

Der Ausbildungsmarkt bleibt ein Bewerbermarkt: 3.785 gemeldeten Ausbildungsstellen stehen 3.337 Bewerber gegenüber. Weiterhin stehen Betriebe im Wettbewerb um Auszubildende. Die Berufswünsche der Jugendlichen und die Herausforderung, weniger beliebte Ausbildungsstellen zu besetzen, bleiben unverändert.

Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen  bewegte sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest mit 5,4 Prozent auf Vormonatsniveau. Gegenüber April 2016 sank sie um 0,1 Prozentpunkte.

„Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist besonders auf die Entwicklung in den saisonabhängigen Berufen zurückzuführen“, so Oliver Schmale, Leiter der Agentur für Arbeit Meschede-Soest. „Das erklärt auch, warum überwiegend Männer profitieren.“

Im Versicherungsbereich (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) waren aktuell 6.290 arbeitslose Personen gemeldet, 380 Personen oder 5,7 Prozent weniger als im Vormonat, bzw. 1 Person weniger als im April 2016.

Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) gab es einen Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat um 148 Personen oder 1,4 Prozent. Erfreulich sind jedoch die Daten im Vorjahresvergleich: Hier reduzierte sich die Arbeitslosigkeit um 442 Frauen und Männer oder 4,1 Prozent. Aktuell  sind 10.409 Personen im Bereich der Grundsicherung arbeitslos gemeldet.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften und der Beschäftigungsaufbau in den Unternehmen stiegen an. 212.271 Menschen waren im Hochsauerlandkreis und im Kreis Soest sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 3.082 mehr als vor einem Jahr.

„Auch der Blick auf die bei unseren Arbeitgeberservices gemeldeten Stellen verdeutlicht die stabile konjunkturelle Grundlage. Seit Anfang des Jahres meldeten Arbeitgeber und Verwaltungen knapp 10 Prozent mehr Arbeitsstellen. Insgesamt liegen uns 4.999 Stellen zur Besetzung vor“, erläutert Schmale.

Der Arbeitsmarkt im Hochsauerlandkreis (HSK):

Der Aufbau der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, ein Anstieg der Arbeitskräftenachfrage und ein Rückgang der Arbeitslosigkeit verdeutlichen die stabile konjunkturelle Grundlage des Arbeitsmarktes im Hochsauerlandkreis.

Der saisontypische Abbau der Arbeitslosigkeit zeigte sich auch in diesem Jahr: 6.718 Personen waren bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern im Hochsauerlandkreis im April arbeitslos gemeldet, das waren 220 Arbeitslose oder 3,2 Prozent weniger als im März bzw. 208 Arbeitslose oder 3 Prozent weniger als im April 2016.

Die Arbeitslosenquote sank auf 4,6 Prozent (minus 0,2 Prozentpunkte gegenüber März oder minus 0,2 Prozentpunkte gegenüber April 2016).  

Insgesamt profitierten alle Personengruppen von der günstigen Entwicklung.

Männer profitierten allerdings deutlicher als Frauen. Mit 3.740 Männern waren 4,5 Prozent oder 176 Männer weniger gemeldet als im Vormonat. Die Arbeitslosigkeit der Frauen ging mit 44 Betroffenen weniger um lediglich 1,5 Prozent auf 2.978 zurück. „Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist auf die saisonabhängigen Berufe zurückzuführen. Hier sind überwiegend Männer beschäftigt. Daher profitieren sie aktuell stärker“, so Oliver Schmale, Leiter der Agentur für Arbeit Meschede-Soest.

Die Zahl der arbeitslosen jungen Erwachsenen unter 25 Jahren sank im Hochsauerlandkreis auf 694 Personen. Damit reduzierte sie sich um 28 Personen oder 3,9 Prozent gegenüber März.

Mit 2.226 Arbeitslosen ab 50 Jahren waren 87 Ältere oder 3,8 Prozent weniger arbeitslos gemeldet als im Vormonat.

Die Beschäftigung steigt weiter auf 103.033 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Hochsauerlandkreis (aktuellste Daten aus September 2016). Das waren 2.269 Personen oder 2,3 Prozent mehr als im Vorquartal.

„Der Beschäftigungsaufbau in den Unternehmen im Hochsauerlandkreis geht weiter voran. Der Arbeitsmarkt ist aufnahmefähig“, weiß Schmale. „Der Aufbau der Beschäftigung, die Arbeitskräftenachfrage der Betriebe und die sinkende Arbeitslosigkeit verdeutlichen die Stabilität des Arbeitsmarktes im HSK.“

Die Arbeitskräftenachfrage der Betriebe und Verwaltungen lag über Vorjahresniveau, Wirtschaft und Verwaltungen im Hochsauerlandkreis meldeten im April 707 offene Stellen, 72 Stellen oder 11,3 Prozent mehr als im März. Gegenüber dem Vorjahr waren es 194 Stellen oder 37,8 Prozent mehr.

Mit 2.231 Stellen waren  knapp ein Drittel mehr Stellen im Bestand als im Vorjahr (plus 529 Stellen oder 31,1 Prozent).

Die Zahl der Arbeitslosen setzt sich aus Kunden im Versicherungsbereich (Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III – Arbeitslosengeld I) und aus Kunden der Grundsicherung (Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II – Arbeitslosengeld II) zusammen.

Im Rechtskreis der Agentur für Arbeit (Versicherungsbereich) sank die Zahl der Beschäftigungssuchenden im Vergleich zum Vormonat um 6,8 Prozent, das sind 194 Personen weniger. Damit waren im April 2.673 Männer und Frauen arbeitslos. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 79 Personen oder 2,9 Prozent weniger.

Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende waren 4.045 Personen registriert. Die Arbeitslosigkeit sank um 26 Personen bzw. 0,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen Rückgang um 129 Männer und Frauen oder 3,1 Prozent.

Der Ausbildungsmarkt im Hochsauerlandkreis:

Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt im Hochsauerlandkreis bleibt weiterhin zufriedenstellend. Die Zahl der gemeldeten Bewerber und Berufsausbildungsstellen halten sich rein rechnerisch nahezu die Waage. 

1.943 Ausbildungsstellen meldeten Betriebe und Verwaltungen seit dem 1. Oktober 2016,  1.946 Bewerber meldeten sich im gleichen Zeitraum bei den Arbeitsagenturen im HSK. Das heißt, rein rechnerisch gibt es im Hochsauerlandkreis pro Bewerber eine Ausbildungsstelle.

„Nach dem sehr starken vergangenen Ausbildungsjahr meldeten Arbeitgeber aktuell 84 Ausbildungsstellen weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig haben wir 20 Bewerber mehr. Rein rechnerisch ist das nun eine 1:1 Situation. Allerdings müssen die Ausbildungswünsche der Jugendlichen nicht unbedingt mit den angebotenen Ausbildungsstellen zusammenpassen“, so Oliver Schmale, Chef der Agentur für Arbeit Meschede-Soest. „Wir raten beiden, Arbeitgebern und Jugendlichen, kompromissbereit zu sein. Gerne stehen unser Arbeitgeberservice und unsere Berufsberater zu Gesprächen bereit: Sei es, um eine alternative Ausbildungsstelle zu finden oder um Unterstützungsbedarfe für schwächere Jugendliche zu besprechen.“

1.030 Bewerber sind bereits versorgt, sie haben eine Ausbildungsstelle oder eine Alternative gefunden. 916 Bewerber suchen weiterhin. Dem gegenüber stehen aktuell noch 914 unbesetzte Ausbildungsstellen.

Zu den attraktivsten Berufen der noch suchenden Jugendlichen gehören auch in diesem Jahr klassisch der Verkäufer, Kaufleute im Büromanagement, Industriekaufleute. Zu den Top Drei der noch unbesetzten Ausbildungsstellen gehören der Hotelfachmann, Köche, Verkäufer.

Hinweis:

Jugendliche, die die Angebote der Berufsberatung und der Ausbildungsvermittlung nutzen möchten, können sich unter der Rufnummer 0800 4 5555 00 zu einem Beratungsgespräch anmelden.

Arbeitgeber, die noch eine freie Ausbildungsstelle zu Verfügung stellen möchten, können diese beim Arbeitgeberservice unter der Rufnummer 0800 4 5555 20 oder bei ihren persönlichen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern in der Arbeitsagentur melden.