28.10.2011 SUZ gratuliert burgbad-Gründer, Dieter Ruddies, zum 90. Geburtstag
„Man muss Ziele
haben“
Dieter Ruddies zum
90. Geburtstag
Wer Dieter Ruddies
gegenübersitzt, mag kaum glauben, dass der gebürtige Ostpreuße am 28. Oktober
neunzig Jahre alt wird. Nach wie vor umgibt den Gründer der burgbad AG eine
Ausstrahlung von Gestaltungsfreude und Schaffenskraft. Seine Einstellung, nicht
viel zu reden, sondern zu machen, nimmt man ihm unmittelbar ab. Er wirkt
ansteckend und es fällt leicht, den, im wahrsten Sinne des Wortes, Unternehmer
in ihm zu erkennen.
An einem Tag im November
1945 kam er morgens um 6:30 Uhr in Fredeburg an. Ohne einen Pfennig,
ausgestattet mit dem Abitur und der Frage „Was nun?“ Ein alter Freund hatte ihm
dringlich geraten, einen Lehrberuf zu ergreifen, vorausgesetzt, die Passion
dafür sei da. „Auto-Schlosser, Radiotechniker, Möbelbauer oder ähnliches“,
schrieb er ihm, sei „ein gutes Brot“. Dieter Ruddies entschied sich, Möbelbauer
zu werden und begann nur einen Tag nach seiner Ankunft in Fredeburg beim
Zimmermeister Blüggel. Wie weise der Rat war (und wie vorausschauend, ihn
anzunehmen), zeigt die immense unternehmerische Leistung in den folgenden
Jahrzehnten. Aus einem kleinen gepachteten Schreinerei-Betrieb formte Dieter
Ruddies ein international erfolgreiches Unternehmen mit Stammsitz in Bad Fredeburg.
Neues schaffen
„Es kommen immer
wieder Dinge, die einen überrollen. Dann gilt es weiterzumachen, auch wenn’s
nicht glatt läuft.“ Und es lief nicht immer alles glatt. Aus Unternehmersicht
forderten sich ständig verändernde Märkte immer wieder neue Ziele, Strategien
und Produkte. Mit Mut zu Visionen und der Fähigkeit, Markttendenzen sehr früh
zu erkennen, sicherte Dieter Ruddies das erfolgreiche Bestehen seiner
Unternehmung. Seine unternehmerische Vision hieß seit Mitte der 1960er Jahre, Möbel
für mehr „Stauraum und Ordnung“ im Bad zu konzipieren. 1966 begann die
Umsetzung dieses Ziels gemeinsam mit dem Keramikhersteller Ideal Standard. Das Burg
Ideal Bad wurde zu einer absoluten Erfolgsgeschichte und legte den Grundstein
der heutigen Produktpalette. In den folgenden Jahrzehnten wurden aus
strategischen Gründen weitere Firmen hinzu gekauft, im Mai 1985 folgte der Gang
an die Börse. „So wurde aus einem Familienunternehmen schließlich eine
Unternehmer-Familie...“, lächelt Ruddies.
Verantwortung und
Gestaltungswille
„Wirtschaft besteht
aus Unternehmern, die Dinge voran bringen, neue Märkte schaffen und agieren“,
sagt Dieter Ruddies. Damit meint der inzwischen fünffache Urgroßvater jedoch
nicht nur marktbezogenes Handeln. Unternehmer sollten sich engagieren und die
Gesellschaft zum Wohle der Menschen mit gestalten. Auch in diesem Punkt bleibt
Dieter Ruddies sich treu: Er redet nicht, er macht. Sei es als ehemaliger
Bürgermeister, Kreistagsabgeordneter, Stiftungsgründer oder engagierter Helfer
in der Not.
Auszeichnungen wie
die Ernennung zum „Ritter des Sylvesterordens“ durch Papst Benedikt XVI., die
Verleihung des Bundesverdienstordens der Bundesrepublik Deutschland oder des
„Ehrenrings der Stadt Schmallenberg“ sind nur die sichtbaren Zeichen seines
gesellschaftlichen und kommunalpolitischen Einsatzes der vergangenen
Jahrzehnte.
[ Zurück ]
